#Justdefenderthings

Die Geschichte ist zu lang um in einem einzelnen Bild (Meme) beschrieben zu werden. Wer kennt das nicht, dieser Moment wenn etwas nichts passt weil man nicht nachgedacht hat  … Aber von vorne: 

Vor dem nächsten Trip in die Wüste sollte sollte dem Defender ein neuer Ladeluftkühler spendiert werden. Kühle Luft hilft dem Motor bei der Verbrennung woraus etwas mehr Leistung und optimierten Verbrauch resultiert. Gesagt und getan, also einen LLK bei Allisport für den TD5 bestellt. An einem Sonntag Nachmittag sollte das dann auch gleich verbaut werden. Hierzu also die Schläuche ab und die Verkleidung um den Kühler herum samt Motorhaubenträger abgefrickelt. Der alte Ladeluftkühler war schnell raus, der neue wollte jedoch nicht passen. Obwohl der LLK ja in die Standardaufnahmen passen sollte, waren doch noch ein paar Plastiknasen am Wasserkühler im Wege. Nachdem diese weg gedremelt waren machte es Klick. Für den finalen Sitz war die Winde im Wege. Das war dann genau dieser Moment, an dem man die Karre anzünden und in den nächsten See rollen möchte … 

Seinerzeit war ich nur darauf bedacht, die Winde möglichst nah ans Fahrzeug zu bekommen für einen optimalen Böschungswinkel. Das mit neuem LLK etwas hier nicht passen könnte war überhaupt präsent. Was nun? LLK zurückbauen oder erst mal die Winde raus? Vorwärts geht immer, also raus mit der Winde. Trotz Kaffeepause noch immer leicht brastig wurde etwas schneller geschraubt; die Konsequenz: Ein Anschluss-Pol der Winde scherte ab. Der Tag war damit endgültig gelaufen. Der Defender hatte zwar einen neuen Ladeluftkühler bekommen, jedoch passten Winde mit Stoßstange nicht mehr dazu und zudem war die Winde auch noch kaputt. Nun, die Winde passte mit 2mm Luft genau zwischen Seilfenster und LLK, das heißt man hätte durchaus die Bohrung der Windenplatte versetzen können, um diese trotzdem zu montieren. Allerdings wär hier das Risiko zu groß gewesen, mit einer unsauberen Wicklung des Windenseils sofort den großen Ladeluftkühler zu beschädigen.

Die Konsequenz: Eine Windenstoßstange mit mehr Luft musste her, also ein Modell für Defender mit Klimaanlage. Für die Warrior Winde sind keine Ersatzteile verfügbar gewesen, lediglich ein Second Hand Teil. Der Tausch der Stoßstange war weniger das Problem. Der reparierte Windenmotor macht allerdings Probleme, er will in die eine Richtung einfach schlicht starten. Wir werden weiter beobachten, ob hier nicht vielleicht doch das Relais angefangen hat zu sterben … Insgesamt also ein sehr teurer Ladeluftkühler. 

Blockaden und Geräusche

Des Rätsels Lösung benötigte mehr als 4 Wochen und über 1000 km an Fahrstrecke.

Eines schönen milden Frühlingsabends auf dem Rückweg von der Arbeit rollten wir langsam an eine rote Ampel, als mit einem heftigen Schlag alle 4 Räder blockierten und die Fuhre unsanft zum stehen kam. Nach dem Schreck erneutes, vorsichtiges Anfahren und überraschender Weise keine Geräusche oder weitere Blockaden. Seltsam. Daheim angekommen folgte der Anruf beim ADAC und die Bitte das Fahrzeug nach Hildesheim zur Werkstatt unseres Vertrauens zu schleppen, irgendetwas musste ja sein.

In der Werkstatt dann Ablassen diverser Flüssigkeiten aus Getrieben und Differentialen sowie endoskopische Untersuchungen – alle ohne Befund. Nach über 250 Testkilometern, mit einmal kurzfristig mit nicht zu lokalisierendem Geräusch, war kein Fehler am Fahrzeug diagnostizierbar. Wir trafen die Entscheidung den Defender wieder abzuholen und normal zu nutzen. Wenn denn etwas defekt wäre würde es sicherlich bald erneut auftreten. Bei der Pendelei zur Arbeit gab es hier und da noch mal einen Schlag, aber keine Blockaden. Wir entschieden sogar das lange Osterwochenende an der Ostsee mit dem Defender zu fahren.

2 Tage nach dem langen Wochenende stellten sich dann unverhofft – aber glücklicherweise – permanente Schläge und Geräusche ein. Es knallte derart heftig, das eigentlich Öllachen und Ritzelteile unter dem Auto erwartet wurden. Aber nichts dergleichen … Eine Diagnose sollte nun also möglich sein und das Fahrzeug ging erneut nach Hildesheim. Beim erneuten Wechsel der Flüssigkeiten konnte das vordere Differential als Übeltäter identifiziert werden.

Wie schon lange geplant sollte in der Vorderachse ein automatisch sperrendes Torsen-Differential von Ashcroft Transmissions verbaut werden, sollte das Original einmal ausfallen. Das ATB sperrt automatisch bei unterschiedlichen Raddrehzahlen an der Achse. Es müssen keine Druckluftleitungen, Kompressoren und Schalter zum Sperren verbaut werden. Zudem sperrt das Differential nur zu 80%, damit ist das Risiko von abgerissenen Homokineten oder abgedrehten Steckachsen und Radmitnehmern minimiert. Für den Hardcore Offroad Einsatz ist eine manuelle 100% Sperre sicherlich besser geeignet aber bleiben wir mal ehrlich: Es ist und bleibt ein Reisedefender, auch wenn wir regelmäßig Herausforderungen im Gelände suchen.

Pandoras Büchse 2

Nach ca 1500 km heute erneuter Stop in der Werkstatt unseres Vertrauens. Zur Erinnerung: Beim Wechsel der Kupferdichtungen an den Einspritzdüsen waren Ablagerungen am Kipphebel und der Nockenwelle aufgefallen (Link).

Nun Entwarnung: Ablagerungen waren so gut wie nicht mehr vorhanden. Es muss also davon ausgegangen werden, das die Chrom Beschichtung des Kipphebels defekt war und zu den Ablagerungen geführt hat. Der neue Kipphebel selbst ist Top und die Ablagerungen an der Nockenwelle sind nun so gut wie nicht mehr fühlbar. Es besteht vorerst also kein Anlass eine weitere kosten-spielige Sanierung.

Die Büchse der Pandora

Kilometerstand 217.000 … läuft soweit. Bis hier und da im kalten Zustand mal Ansätze eines Turbolochs und dazu auch noch mal ein Ruckler unter Volllast. So langsam beginnen die Wehwehchen des Alters.

Was also gibt es wegen eben beschriebener Symptomatik beim TD5 Motor zu tun? Die üblichen Verdächtigen prüfen: Zuerst einmal Öl im Kabelbaum. Alles gut, der ist Trocken. Des weiteren der Luftmassensensor: Ebenfalls perfekt, er liefert normale Werte. Der nächste Punkt: Wastegate-Ventil am Turbo klemmt. Auch hier keine mechanischer Widerstand am Gestänge, es bewegt sich frei wie am ersten Tag.

Kommen wir also zu anderen Dingen, die irgendwann im Leben eines TD5 Motors egal ob 10P oder 15P gewartet werden müssen. Kupfer- und O-Ringe an den Einspritzdüsen. Beide Teile ERR7004 und ERR6417 sind zusammen ca. EUR 30 für alle 5 Düsen zu haben. Dazu vielleicht 2h Arbeit um den Deckel abzunehmen und die Teile auszutauschen … Macht das mal bitte, denn die Symptome sind damit auch erklärbar.

Die Kupferdichtungen unter den Einspritzdüsen waren „kurz-vor-durch“, die Wartung somit also Just in Time. Nicht so schön: An Zylinder 4 Einlaufspuren an der Nockenwelle und korrespondierendem Kipphebel. Pandoras Büchse ist somit geöffnet.

Ist nun lediglich die Beschichtung am Kipphebel beschädigt oder ist es die der Nockenwelle  oder sogar beides? Erstmal einen gebrauchten Kipphebel montiert und wieder zusammengebaut. Nun fahren wir eine Tankfüllung und prüfen dann, was genau getauscht werden muss. Das gute an der Sache: oben vom Motor wird das Motoröl direkt zurück in die Wanne geführt. Der Abrieb sollte also keine weiteren Schäden hervorgerufen haben und hängt hoffentlich am Magneten der Ablassschraube. Neues Motoröl und einen Satz neuer Filter gibt es dann beim nächsten Service also auch.

Statt Karten …

In stiller Trauer verabschieden wir uns vom Master Light Switch AMR6104, der im zarten Alter von nur 8 Monaten heute das Zeitliche gesegnet hat. Er Ruhe in Frieden.

Hoffen wir mal, das FWD Ebner bis Freitag einen Nachfolger liefert, damit die geplante Roadbooktour am Wochenende problemlos starten kann.

#ihatemondays

Gestern noch Teile für einen Freund von Island-4×4.co.uk bestellt, heute scheinbar Kabelbruch Fahrertür für die elektrischen Fensterheber. Es rührt sich nichts mehr 🙁

Island und Paddocks haben es nicht, aber Johncraddock hätte LR016315 (YMM000291) gerne geliefert. Also Flicken wenn es draußen mal wieder schöner ist.

Aber immer noch besser als ein gefrorener Dieselfilter …

#ihatemondays

Abenteuer Fürstenau 2013

Abenteuer Fürstenau 2013 vom 03.10. bis 06.10.2013 im Fürsten Forrest. Neben den Freunden vom Stammtisch aus Hildesheim hatten wir uns ebenfalls mit Roman und Michael aus Hamburg, Andreas aus Prag und Stephan aus dem Westerwald verarberedet. Leider hatte Stephan noch kurzfristig absagen müssen.

Am Brückentag gab es leider noch ein wenig Arbeit im Büro weswegen wir uns erst gegen 14:00 auf den Weg nach Fürstenau machen konnten, während viel andere schon am Vortag angereist waren. Wie es sich herausstellte, war eine Nachhut angebracht denn der Disco von Rossi hatte einen Sack Nüsse unter der Haube – es waren nicht mehr alle 5 Töpfe am Leben. Versuch macht kluch, also Wiring Kit für die Pumpe / Düse Einheiten, Ausziehwerkzeug sowie eine neue Pumpe Düse Einheit selbst aus der Werkstatt in Hildesheim einsammeln und volle Fahrt vorraus auf der Bundesautobahn. Kurz nach 17:00 Uhr erreichten wir den Campground und schlugen unser Lager für die nächsten 2 Tage neben den Havaristen auf. Wegen der fortgeschrittenen Stunde sollte die Reparatur erst am Samstag morgen gestartet werden. Kurz gesagt, die Wiederbelebungsversuche des Patienten scheiterten. Daher erfolgte die Heimreise per ADAC und es erfolgte eine stationäre Aufnahme im Sanatorium der Professoren Coster und Mehne in Hildesheim. Hoffentlich ist der Patient bald therapiert … Mit ein wenig Paprika, Auberginen, Pilzen, Kartoffeln und Zucchini von der Murrikka konnten wir dem Fahrer ohne funktionierendes Auto dennoch eine Freunde machen …

Samstag morgen stärkten wir uns noch am Frühstücksbuffet im alten Offizierskasino, bevor es zum Fototermin in die Sandgrube und damit ab ins Gelände ging. Gefühlt war es trotz der Enge auf dem Sportplatz ein wenig Lichter beim Antreten in der Grube. Insgesamt waren 166 Fahrzeuge auf dem Treffen über das Lange Wochenende vertreten – neuer Rekord. Am Samstag fiel dies selbst im Fürstenforrest auf, denn es gab Staus an dem einen oder anderen Hindernis. Dennoch hatten wir eine Menge Spaß beim fahren. Die neue Superwinch an Andreas TD4 hat ihre Feuertaufe bestanden und alle Bergemanöver mit Bravour bestanden.

Leider ging der Samstag auch an unserer Fahrsportgruppe nicht ohne Spuren vorbei: Am 110er von Michael machte die Schaltmimik am Verteilergetriebe schlapp. Die Mittelsperre konnte nicht mehr eingelegt werden. Also Cubby Box raus und Getriebetunnel auf, um das Mitteldifferential fest zu sperren. Ferner brach wieder einer der Dämpfer an der HA bei Verschränkung in der Sandkuhle. Dabei hatte es die komplette Feder vom Teller gerissen. Die Feder bekamen wir in der Sandkuhle dank Roman und der Hilfe anderer wieder ins Fahrzeug, und der Defender konnte zurück ins Lager kriechen. In einer der Werkstätten im Fürstenforrest konnte der Dämpfer zusammengeschweisst werden und der Sonntag war fahrtechnisch für Roman und Michael gerettet.

Den Sonntag gingen wir es dann etwas gelassener an und fuhren nur bis Mittag im Gelände, um dann Sachen zu packen, uns bei den Orgas für die tolle Veranstaltung zu bedanken und den Heimweg anzutreten.

Es war ein schönes Wochenende, welches viel zu schnell vorbei ging. Für viele der Leute, die ich eigentlich treffen wollte, reichte es einfach nur zu einem kurzen Hallo. Für 2014 benötige ich einfach mehr Zeit und notiere mir daher schon mal den Termin:

Abenteuer Fürstenau 2014 – Give me Five
03.10. bis 05.10.2014

Hier ein paar Bilder und ein kurzer Clip vom Treffen:


Der phloede Schalder

Hatte schon berichtet, Endabschalter Scheibenwischermotor war defekt. Sicherlich kein Grund zur Sorgen, denn die Defender Scheiben werden trotzdem sauber. Ärgerlich und nervtötend allerdings, wenn der Wischer einem direkt vor der Nase stehen bleibt. Über kurz oder lang fängt man an zu schielen …

Also den Pfingstmontag für die Fleißarbeit genutzt: TD5 Defender Armaturen zerlegen. Der Wischermotor selbst, auf dem der besagte Schalter aufgeschoben ist, sitzt rechts hinter der Verkleidung beim Beifahrer. Daher müssen Instrumententeil, das „Armaturenbrett“ (welches glaub ich auch bei Serien nie aus Holz war) , die Radio und Schaltereinheit in der Mitte und zu guter letzt die Verkleidung auf der Beifahrerseite demontiert werden. Im Forum ist zwar zu lesen, das der Schalter auch mit abgedrückter, halb installierter Verkleidung gewechselt werden kann … Da das aber wieder mit Flucherei endet, raus mit dem ganzen Kram.

Wo dann schon alles in Einzeltteilen im Hof umherlag, wurde die Zeit genutzt um die Mudstuff.co.uk TD5 Fascia Plate zu verbauen. Damit rückt das Radio ein gutes Stück weiter nach unten, und es ist Platz für die Montage von zusätzlichen Schaltern oder Instrumenten. Für die Büchse sollten es 6 weitere Schalter sein:

  • Arbeitsscheinwerfer aus / zusammen mit Fernlichicht / immer an
  • 12V Bordnetz Laderaum an / aus
  • Laderaumbeleuchtung an / aus

3 Carling Switche sind in Reserve. Spontan fallen mir für die Verwendung Sperre vorn / Sperre hinten und Masterswitch Winde ein; aber alles zu seiner Zeit 🙂 . Die Montage der Fascia Plate ist insofern einfach, da diese einfach mit dem Original verschraubt wird. Ist dies geschehen, schneidet mit noch ein wenig Kunststoff heraus damit das Radio in den nach unten versetzten DIN Schacht passt. Die Schalter sind nun erst einmal da. Leider hat mein Elektriker nie Zeit für mich daher muss die Verkabelung des Ganzen noch ein wenig warten …



Im Mudstuff Paket waren neben den Carling Schaltern und der Fascia Plate auch noch das eine oder andere Cargo Netz enthalten. Hinter der Cubby Box ist nun Platz für Karten und Papier.

 

Verschleißteile …

Es kündigte sich des einen Abends auf der Heimreise mit einem Flackern in der Instrumentenbeleuchtung an, das Ableben des berüchtigten Lichtschalters AMR6104P. Dem Flackern folgte 5 Minuten später unmittelbar der Totalausfall der Beleuchtung. Nicht wirklich witzig um die 100 Km/h mitten auf der B4 im Wald im nirgendwo nördlich von Gifhorn. Glücklicherweise lies sich der Schalter durch einmaliges betätigen wiederbeleben und die Fahrt konnte fortgesetzt werden. Auf den letzten 30 KM war es dann noch weitere 2x urplötzlich dunkel. FWD sei Dank, gestern bestellt und heute geliefert kam der neue Schalter per DPAG. Der Einbau als solches ein Kinderspiel: Verkleidung an der Lenksäule lösen, mit 18er Schlüssel die Überwurfmutter am Schalter lösen und Stecker abziehen. Montage des neuen Schalters in genau umgekehrter Reihenfolge.


Verwunderlich ist hierbei, das sich am Schalter zumindest optisch so gut wie keine Verschleiß aufzeigen lässt. In den Foren kursieren Fotos von weitaus schlimmeren Modellen. Hoffen wir mal, das dies die Quelle des Übels war. Eine Relaisschaltung hierzu kommt ein andernmal.

Ebenfalls verabschiedet sich langsam aber sicher der Endabschalter Wischermotor. 520160OE. Bedeutet beim Intervall Wischen oder Abschalten des Scheibenwischers bleibt dieser irgendwo, aber garantiert nie in der Parkposition stehen. Im Paket aus Waake war auch dieses Verschleißteil dabei. Diese Wehwehchen wird demnächst repariert.