Cherimont Offroad

Der Saisonabschluss war eigentlich schon gefeiert. Olli von Landrover-versichern.de hatte jedoch noch zum gemeinsamen Offroaden ins belgische Chateau de Cherimont bei Andenne eingeladen. Da man mit Olli eine lustige Zeit haben kann, neues Gelände und neue Leute ab dafür. Der Job fesselte mal wieder, so ging es erst am Freitag Abend in Richtung Cherimont. Wer wie Belgien die benötigte Energie ausschließlich mit Atomkraft erzeugt, kann es sich leisten nachts auch die Autobahnen zu beleuchten. Anyway, zumindest auf den letzten Kilometern ein entspanntes Fahren nach vielen Staus vorher.  Angekommen weit nach Mitternacht, lag diejenigen, die Freitags angereist waren bereits in der Koje. Also Landy dazugestellt, Koje gebaut und mitgemacht … 

Am Samstag morgen brauchte der eine oder andere wesentlich mehr Kaffee als normal, um auf Touren zu kommen. Wir schrieben uns im Gelände zum fahren ein und los gings. Neben Offroaden und Paintball spielen kann man am Chateau auch Schießen, und zwar auf Tontauben. Es scheint, das dieser Sport hier auch im Wesentlichen betrieben wird. D.h. eine Offroadstrecke ist halt da, aber es gibt bestimmt 10 Stationen, von denen die Ziele in die Luft gefeuert wurden. Und es herrschte ordentlich Andrang dort. Sollten wir jetzt so eine orangene Weste tragen? Das dumpfe Knallen der Schrotflinten war jedenfalls mehr oder weniger den ganzen Tag präsent. 

Zum Gelände: Einfach nur digital. Der Rundweg ist einfach und ohne Probleme zu fahren. Verlässt man diesen, geht es relativ ohne Vorwarnung ordentlich zur Sache. D.h. tiefe Löcher, steile steinige und schlammige Passagen, schlammige Löcher … der Beifahrer kann eigentlich mit dem Baumgurt neben dem Auto herlaufen. Im westlichen Teil des Geländes befindet sich ein Waldstück, in dem man eher technisch fahren kann. Allerdings ist es für Defender ein wenig eng. Ich war regelrecht erstaunt, wie verformbar die Markise am Auto tatsächlich ist … 

In jedem Fall ist für jeden Gusto etwas dabei. Deswegen hatte Olli es ja wahrscheinlich auch ausgesucht. Die Teilnehmer, die sich nicht mit ins Getümmel schmeißen wollten hatten zumindest ihren Spaß bei den Bergungen der anderen. Am Feuer Abends wurde in jedem Fall viel gelacht, nicht zuletzt auch wegen der niederländischen Camp Nachbarn …

Für die Markise braucht es wohl eine neue Planen Verpackung. Den ausgerissenen Lampenschutz haben wir mittlerweile mit einer neuen Gewinde Niete wieder fest bekommen.

Edit: Ein Teilnehmer hat davon auch noch einen Clip gebastelt:

Danke Hans !

 

Saisonabschluss 2

Ja, es gab noch eine Verabredung im Mammut Park. Anstelle mit nach Thenissey zu fahren, entschied sich der Truppe für einen Besuch im Knüllwald und Mammut Park. Die Parks waren einfach näher drannen und mit den anderen Verpflichtungen wegen der kurzen Anreise besser realisierbar. Am Montag Abend gegen 20:00 schlugen wir dann im Mammut auf, wo der Rest der Truppe schon beim Karten spielen war. Einige Heidegeister später war dann die auch die nötige Bettschwere erreicht. 

Morgens nach dem Frühstück ging es dann am Dienstag mit der Truppe noch einmal ins Gelände. Auch hier hatte es die Tage vorher geregnet und der Lehm wieder mehr als rutschig. Obwohl es bei den Jungs die Tage davor im Knüllwald schon einige Blessuren gegeben hatte, gingen wir den Prinzessinnenweg noch an. Auf dem steilen Bergabstück am Ende lief das Führungsfahrzeug, ein 90er Defender, aus der Spur und ging quer den Hang hinunter, glücklicherweise ohne Absturz. Dennoch gab es „Kaltverformungen“. Es brauchte ein bisschen, bis das Fahrzeug wieder „in die Spur“ gewincht war.

Nach 3 Tagen im Auto und Hardcore Offroad sollte man sein Glück auch nicht überstrapazieren. Wir entschieden uns einzupacken und Heim zu fahren. Spaß hatten wir dennoch 🙂  

Ups – we did it again

Das lange Wochenende um den 03. Oktober lud zum Offroaden in Thenissey zum Saisonabschluss ein. Nach mehr oder weniger langer Planung erreichten uns dann doch immer mehr absagen wegen anderer Verpflichtungen der Kandidaten. Anyway, gekniffen wird nicht, es ging Nonstop nur mit Tankstopp nach Thenissey. Auch in der Schweizer Delegation hatten sich die Reihen sehr gelichtet. 

Als Belohnung sozusagen, neben einer anderen Gruppe mit 4 Fahrzeugen hatten wir das Gelände komplett für uns allein. Der lehmige Boden war wie immer herausfordernd, auch dort wo es eigentlich trocken aussah. Nachdem wir uns am Samstag auf den leichteren Strecken eingefuhren hatten, ging es am Sonntag in schwereren Strecken. Der Disco blieb im Camp. Abgesehen von der fehlenden Bodenfreiheit ist er auch wesentlich breiter als ein Defender, was die Sache nur erschwert hätte. Wir schafften es ohne Blessuren Abends zurück aus dem Gelände. Die Jungs aus der Schweizer Delegation hatte die Aufgabe das Abendmahl zu bereiten, was den beiden sogar ordentlich gelungen war 😉

Montag früh ging es auf die Bahn, Nonstop zurück in den Norden. Es gab da noch eine Verabredung …

Offroad im Auenland – Château de Thenissey

Warum bloggen wir eigentlich? Sicherlich aus gewisser Affinität gegenüber neuen Medien und dem Social Networking. Daher werden neben dem Blog selbst auch Tweets, Instagrams, Facebook Seiten und ein Youtube Channel mehr oder weniger regelmäßig beschickt. Auf der anderen Seite bieten die Plattformen die Möglichkeit, sich weit über die regionalen Stammtische und Foren mit anderen (Fern) Reisenden und Landy Enthusiasten auszutauschen.

Auf einem bestimmten Instagram bzw. Youtube Channel aus der Schweiz wurden wir so auf ein Offroad Gelände in Frankreich aufmerksam gemacht. Die Aufnahmen versprachen anspruchsvolles Offroaden auf einem Pay und Play Gelände inmitten wunderschöner Natur. Im Vergleich zu den Geländen in Deutschland also keine stillgelegte Kaserne oder verlassener Steinbruch. Aus dem initialen Kontakt mit den Landy Enthusiasten aus der Schweiz wuchs ein regelmäßiger Austausch über die Fahrzeuge, Fernreisen und oder das Schneiden von Youtube Viideos. Treffen könnnte man sich ja auch einmal im besagtem Gelände; wegen der für ins lange Anreise bot sich Pfingsten hierzu idealerweise an. Pfingsten in Thenissey war für die Landys aus der Schweiz bereits seit Jahren ein Regeltermin.

Das in Deutschland scheinbar unbekannte Fahrgelände am Château de Thenissey liegt ca 50km Nordwestlich von Dijon. Das über 350ha große Gelände ist quasi die französische Kopie des Eastnor Castle in Großbritanien, auf dessen Offroad Gelände ja bisher jeder Land Rover beweisen musste was in ihm steckt. Der Graf des Château scheint eine gewisse Affinität zum Offroad fahren zu besitzen. Das Waldstück steht Offroadern gegen kleine Gebühr zur Verfügung. Auf einer Wiese direkt in den Anlagen des Chateau kann gecampt werden, Duschen und Toiletten stehen sind vorhanden.

DIe An- und Abreise planten wir wegen der vielen Kilometer für uns mit Zwischenstopp und Übernachtung ein. Am frühen Freitag Abend erreichten wir Thenissey. Ein Teil der Schweizer Truppe traf erst spät Nachts ein, der Rest dann morgens früh. Wir hatten tatsächlich wegen eines Postings eine gemischte Truppe aus Schweiz, Tschechei und Deutschland von 6 Defendern und einem VW T5 in Frankreich versammelt. Die Schweizer nahmen uns so denn auch gleich in ihre Mitte und zusammen fuhren wir ins Gelände. Zum eingrooven ein paar Runden auf dem Trail Gelände, später mitten durch den französichen Regenwald. Wegen der nassen Witterung und des lehmigen Bodens waren bereits die mittelschweren Passagen anspruchsvoll genug.

Abgesehen von der kalten und feuchten Witterung macht das Gelände wahnsinnig Spaß. Dazu noch die lustige Truppe aus der Schweiz, die sich und ihren Fahrzeugen ebenfalls nichts schenkten. An dieser Stelle vielen Dank für die warme Aufnahme und das Scouting vorab durch das für uns noch unbekannte Gelände. Der Pfingstmontag war für einige von uns kein Feiertag; daher musste die Abreise kurzfristig bereits am Samstag bzw. Sonntag vor dem Frühstück erfolgen. Für die verbliebenen ergab sich somit das Problem, das zu wenig Mitfahrgelegenheiten vorhanden waren. Also machten wir anderen uns ebenfallls am Sonntag auf den Weg, allerdings nach dem Frühstück ohne jegliche Eile.

Wir werden wiederkommen und sicherlich noch weitere Ausflüge mit der Truppe aus der Schweiz unternehmen. Das erste WIedersehen auf der Abenteuer Allrad in Bad Kissingen hat bereits geklappt 🙂

Reisebericht: Offroad-Abenteuer Polen

Vom Highland Meeting in der Tschechischen Republik ging es Nonstop über Autobahn weiter in Richtung Polen. Montag früh 10:00 startete das Offroad Abenteuer Polen von Abenteuer4x4 weswegen wir nicht trödeln durften.

Von der kernigen 4 tägigen schwarzen Offroad Tour haben wir natürlich auch einen Bericht geschrieben:

Reisebericht Offroad Abenteuer Polen

Ingesamt waren wir 6 Tage in Sachen Offroad unterwegs und haben dabei insgesamt 2100 km im Land Rover Defender abgespult. Von uns aus kann das gerne so weitergehen …

LRONLY2015

Verspäteter Blogeintrag #2 in diesem Jahr: LRONLY Meeting 2015 in Drawsko Pomorskie, Polen.

Im Juli 2015 fand das 6. Landrover Treffen LRONLY auf Europas größtem Truppenübungsplatz bei Drawsko Pomorskie statt. Wir hatten in der Vergangenheit davon bereits Wind bekommen und wollten unbedingt daran teilnehmen.

Der Job verhinderte leider bei allen eine rechtzeitige Abfahrt in Richtung Drawsko. Zudem besteht seit einiger Zeit auch auf polnischen Autobahnen Mautpflicht. In der nordwestlichen Ecke Polens um Stettin trifft dies zwar nur für wenige Kilometer zu, aber die Betreiber der Mautanlagen dort bestehen auf elektronische Transponder. Für diesen mehr oder wenigen einmaligen Besuch waren wir nicht gewillt ein solches Gerät zu beschaffen. Also umfuhren wir das Gebiet großräumig. Irgendwann kurz nach Mitternacht trafen wir auf dem Gelände ein, hellwach von den vielen Wildwechseln auf den letzten Kilometern. Das Zelt war schnell aufgebaut und irgendwann traf dann auch Andreas mit seinem Defender auf dem Gelände ein. Nachdem wir sein Trailerzelt aufgebaut hatten fielen alle totmüde gegen 02:00 morgens ins Bett.

Am Samstag morgen checkten wir uns nach 0.5l doppeltem Espresso zunächst bei der Veranstaltung ein. Während wir Aufkleber, Lanyard und T-Shirt von der Veranstaltung erhielten, begann auf der großen Bühne auch schon das Fahrer-Briefing. Wir sammelten das Roadbook pro Fahrzeug ein und machten uns so gleich auf den Weg. Frühstücken wollten wir dann irgendwo auf der Strecke.

Das Roadbook war ordentlich mit Wegpunkten gefüllt.  An schwierigen Hindernissen war jeweils eine „Sport“ Weg und die Umfahrung für Touristen beschrieben. Da wir uns gleich zu Anfang auf die Strecke begaben, war an diesen Wasserlöchern ein entsprechend großer Andrang. Wir hatten somit genügend Zeit uns zu orientieren und die Sport Strecken zu scouten. Im großen und Ganzen konnten wir die Wasserlöcher mit entsprechend  Umsicht durchfahren, ohne den Dampfer zu versenken.

Die Veranstaltung war insgesamt sehr gut durchorganisiert und muss sich bei weitem nicht hinter den bekannten nationalen Events verstecken. Neben den aufwändig ausgearbeiteten Roadbooks war für leibliches Wohl gesorgt. Am Abend sorgten Live Bands für entsprechendes Entertainment.

Auch in Polen weiss man ordentliche Overland Vehikel aufzubauen, auch wenn hier eindeutig eine Tendenz in Richtung Discovery 2 zu erkennen ist. Die Vielzahl an Aufklebern auf den Fahrzeugen lässt vermuten, das Fahrzeug und Fahrer viele Geschichten von etlichen Fernreisen zu erzählen hatten. Was nicht in Englisch oder Deutsch möglich war, konnte immerhin mit Händen und oder Füßen deutlich gemacht werden.

Nach ordentlichen 60 Roadbook Kilometern trafen wir am Samstagabend wieder im Basecamp ein. Die Veranstaltung startet am Donnerstag und bietet an jedem Tag ein unterschiedliches Roadbook. Für 2016 steht also definitiv ein Besuch der kompletten Veranstaltung an, denn das Gelände um Drawsko Pomorskie im polnischen Outback sucht seinesgleichen. Die Website der Veranstaltung, www.lronly.pl, ist derzeit nicht erreichbar, wir hoffen jedoch das im nächsten Jahr die 7. Auflage dieser Veranstaltung geben wird.

Nach einem ordentlichen Frühstück machten wir uns am Sonntag zurück auf den langweiligen Heimweg über die Autobahnen. Nach einigen Kilometern Asphalt wurde sehr schnell klar, das die Längslenker Buchsen am Defender von Andreas durch das harte Terrain am Wochenende vollkommen ausgeschlagen waren. Die 600+ KM nach Prag mit dem Penman am Natohaken waren somit alles andere als einfach. Zudem war es auch mehr oder weniger grob Fahrlässig, eine solche Strecke mit dem schlingernden Gespann anzugehen. Wir riefen also bei Holger von Erlebnis-Offroad in Berlin an und fragten ob wir die Ersatzteile an einem Sonntag aus dem Lager holen konnten. Dankenswerterweise erklärte sich Holger bereit die Teile und , da er eh vor Ort war, seine Werkstatt zur Reparatur zur Verfügung zu stellen. Schön wenn das Netzwerk funktioniert.

Season Final 2015

Damals 2012: Mit dem frisch aufgebauten Defender machten wir uns auf den Weg zum großen Offroad-Training nach Jänschwalde. An diesem schönen Wochenende im März 2012 haben wir eine Menge über Offroaden gelernt. Es hat sich aber auch eine Truppe zusammengefunden, deren Freundschaft mittlerweile über das Fahren im Gelände hinaus geht.

Nach 2013 hatten wir es erst in diesem Jahr wieder geschafft, uns in MSZ Jänschwalde für ein Wochenende zu verabreden. Natürlich sind wir auch Offroad unterwegs gewesen, das gesellige Beisammensein in der Pension stand jedoch im Vordergrund.

Vollkommen unvorhergesehen wurde im Defender mit den wenigsten Kilometern in der Gruppe das Protokoll zur Selbstzerstörung des hinteren Differentials initiiert. Auf gerader Strecke ohne wesentliche Last zerstörte es sich irgendwann von selbst. Auf festem Untergrund angekommen bauten wir Steckachsen und hintere Kardanwelle aus dem verunfallten Defender aus. Somit war wenigstens die Heimreise auf eigener Achse 2 WD möglich.

Ein gelungene Alternative zum Abenteuer Fürstenau, das in diesem Jahr nicht stattfinden wollte. Und wenn Engel reisen ist auch immer schönes Wetter 🙂 Eindrücke:

Elsass-Greenlaning

Wir waren auf Greenlaning durch den Elsass in Frankreich. Ein kleiner Reisebericht von Saumägen, Haubitzen und Krötenwanderungen.

Hier geht´s zum Reisebericht