Snowy Mountain Meeting 2014

Als kleine Flucht aus dem Alltag hatten wir uns beim Snowy Mountain Meeting angemeldet, welches vom Land Rover Enthusiasten Mario und der regionalen IG dort vor Ort in diesem Jahr zum 2. Mal auf die Beine gestellt wurde. Mario betreibt zusammen mit seiner Frau das Kunsthaus Eigenregie in Eschenbach / Vogtland nähe der tschechischen Grenze. Neben der schönen Landschaft bietet die Lokation des Eigenregie auch einen Saal um derlei Aktivitäten durchzuführen ( hierzu jedoch später ein wenig mehr).

Da wir knapp 400km für die Anfahrt auf der Uhr haben würden, entschieden wir uns bereits am Freitag anzureisen, um entspannter in den Tag Starten zu können. Neben uns waren am Freitag Abend noch andere Teilnehmer aus z.B. Würzburg, Dresden und Fürth angereist. Der Event war im Blacklandy Forum unter „Lokale Veranstaltungen“ angepinnt, somit erstaunte der große Einzugsbereich (ok, wir haben es ja auch gefunden). Da die Schlafplätze im Kunsthaus bereits bezogen waren, erhielten wir ein schönes Zimmer im Nachbardorf Schöneck. Wie die anderen Gäste auch, hatten wir ein deftiges Abendessen in der örtlichen rustikalen Dorfkneipe.

Am Samstagmorgen trafen wir uns 08:30 zum ausgedehnten Frühstück im Kunsthaus Eigenregie. In der anschließenenden Fahrerbesprechung wurden die Startnummern vergeben und die Roadbooks verteilt. Im 5 Minutentakt gingen die über 18 Fahrzeuge im folgenden auf die Strecke. Das Roadbook war wirklich sehr gut beschrieben und wir hatten wenig bis keine Probleme, den Anweisungen der Route zu folgen. Die Route führte durch kleine Wald und Wiesenwege sowie kleine Straßen in den Dörfern des Voigtlandes. Nach einer Fuhrt – mittlerweile auf tschechisem Territorium – staute sich das Teilnehmerfeld an einem „kleinen Aufstieg“ im Walde, vor den uns die Orgas in der Fahrerbesprechung bereits gewarnt hatten: GAS GAS GAS. Die eigentliche Steigung von vielleicht 40m begann unmittelbar nach einer Kurve und war daher nicht einsehbar. Mit viel zu wenig Schwung ging dem Defender vor uns auf der Hälfte der Steigung die Luft aus und kam spektakulär schräg den verschneiten und vereisten Hang wieder herunter. Mit viel Mühe konnte der Fahrer sein Auto wieder herabchauffieren ohne in Baum oder Busch zu verenden. Gewarnt von dem Anblick nahmen wir als nächsten die Steigung in Angriff, Pedal to the Metal. Trotz Untersetzung und Mittelsperre sorgte die Verschränkung im oberen Drittel auch bei unserem Dafender dafür, das uns ebenfalls die Luft ausging, hätte man vielleicht noch anders anfahren können … aber die Natur ist eben kein Pay und Play wie Fürsenau. Nokian Hakkaplita sind halt nicht für sowas gedacht. Auch wir hatten mit hatten schweissnasse Hände, als der Defender unversehrt wieder vom Hang herunter war … Kurzum, ein paar Diskos und Freelander hatten es dank Fahrkönnen und elektrischer Helferlein geschafft, ein anderer Disko sowie ein Defender konnten den Abstieg nicht kontrollieren und schlugen unten in den Bäumen ein. Ausser ein paar kaputten Lampen und Kunststoffteilen aber nichts weiter defekt. Ein Teilnehmerfahrzeug hatte 3 Sätze Schneeketten dabei, mit denen wir auch dann Problemlos die Steigung berwerkstelligen konnten. Der Rest umfuhr die schwierige Passage da einfach nicht genügend Schneeketten vorhanden waren und die Gefahr für Mensch und Auto zu groß war.

Nur ein paar Waypoints später erreichten wir einen Rastplatz mitten im Wald, der die Fahrer zur Halbzeit der Route mit einer deftigen Erbsensuppe versorgen sollte (vorbereitet vom Team des Eigenregie). 2 Geschicklichkeitsübungen brachten dort Punkte für den Gewinner der Roadbook Tour. Leider waren wir dafür verantwortlich, das eine der Prüfungen gestrichen werden musste: Es ging darum, einen Ball mit dem Auto in gegebener Zeit so oft wie möglich durch ein Tour zu schiessen. Leider war der Durchmesser der Murmel für unseren höhergelegten Defender zu klein, und das „AutoFussballSportRequisit“ wurde unter uns zermamlt. Sorry dafür noch mal 🙁

Die Route führte weiter durch wunderbar verschneite Berge und Wiesen in einem Bogen zurück nach Eschenbach zum Kunsthaus Eigenregie, wo morgens die Runde begonnen hatte. Kaffee und Kuchen standen für uns Teilnehmer bereit und es war Zeit, den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen. Beamer und Leinwand wurden genutzt, die einen oder anderen Aufnahmen vergangener Touren der Teilnehmer zu präsentieren. Zum Abend hin legte sich die Küchencrew des Eigenregie noch einmal ins Zeug und zauberte ein wundervolles Wildgoulasch daher. Verhungern musste niemand. Extra für das Snowy Mountain Meeting hatte Mario die Band „Kommando Elefant“ aus Österreich engagiert, die nach dem Essen einen ca 1,5 h dauernden Gig auf der Bühne lieferten. Deutschrock ala Sportfreunde, könnte was werden mit denen.

Am Sonntagmorgen sollte nach dem Frühstück die Sieger gekürt werden. Wegen der Punkteanzahl gab es ein Stechen um den 3. Platz, der mit einer Geschicklichkeitsfahrprüfung auf der Wiese vor dem Kunsthaus ein Range Rover Sport für sich entscheiden konnte. Gewonnen hatte der Camel Trophy Freelander. Hut ab. Stolz auf unseren immerhin 10. Platz machten wir uns am frühen Mittag bei leichtem Schneegestöber um den Gefrierpunkt zurück in Richtung Heimat.

Fazit: Ein super organisierter abwechslungsreicher Event in einer wunderschönen Ecke in Deutschland. Man sollte sich mal überlegen, das vielleicht nicht auch mal im Sommer auf die Beine zu stellen. Dazu viel Gelacht und neue Kontakte geknüpft. Es war bestimmt für jeden etwas dabei. Auf Wiedersehen !

Wegen des teilweise grauen Wetters irgendwie Fotoblockade, die GoPro und Spiegelreflexkameras blieben in der Tasche: Daher nur ein paar Aufnahmen aus der kleinen Knippse:

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