Abenteuer Allrad 2016

Pflichttermin an Fronleichnam: Die Abenteuer Allrad Messe in Bad Kissingen besuchen. Leider für uns Muss-Preußen kein Feiertag also konnten wir uns erst am Freitag auf den Weg nach Bayern machen. An sich hatten wir keine Punkte auf der Liste betreffend bestimmter Anschaffungen, es ging mehr darum alte Bekannte zu sehen und ein paar Inspirationen auf dem Camp Ground zu bekommen.

Aufgefallen auf der Messe waren für uns Delta-Bags, die ihre Produktpalette um ein paar schöne Details aufgewertet haben. Demnächst müssen wir dann wohl dort doch mal vorbeischauen und ein paar Dinge zur Probe ans Auto halten. Ansonsten sind Defender und HZJ noch immer weit vorne bei den Expeditionsfahrzeugen. Im letzten Jahr noch zaghaft, haben die Hersteller jetzt massiv Produkte für Anorak, Ford Ranger und sonstige Pickups am Start. Erwähnenswert hier Pickupbacks, die mit ihren Hardtops und besonders Ladeböden Lösungen anbieten, die wohl auch im Defender Sinn machen. Bei Offroad Hesch haben wir einen Schnorchel gesehen, der am wohl am Safety Devices Käfig ordentlich anzuklemmen ist und hoffentlich nicht gleich anfangen wird zu gammeln.

Betreffend der Netzwerkerei: Endlich mal Nicole von Matsch und Piste die Hand geschüttelt. Thomas und Isabell, mit denen wir im letzten Jahr auf der MS Norönna die Zeit totgeschlagen haben, wiedergesehen. Tim, Christian und Matthias aus der Schweiz haben wir getroffen. Mit Marco von Orange Extreme, der mit dem falschen Auto da war, über Hundehaltung diskutiert und schließlich Benny getroffen, mit dem wir in der letzten Zeit einige EMails betreffend Defender-Kauf getauscht hatten. Und natürlich haben wir uns auch über das Wiedersehen mit all den anderen gefreut, die ich nun vergessen habe zu erwähnen.

Ebenfalls erwähnenswert: Vorne links am Eingang im alten Hangar gehörte Günter Schibowski und sein Off-Road-Center zum festen Stamm der Aussteller. Aufgrund der horrenden Standpreise für die Aussteller ab diesem Jahr wohl nicht mehr dabei. Rechtfertigen Erfolg und stets steigende Besucherzahlen der Messe die höheren Gebühren? Ich denke nicht …

Bilder.

 

Reisebericht: Offroad-Abenteuer Polen

Vom Highland Meeting in der Tschechischen Republik ging es Nonstop über Autobahn weiter in Richtung Polen. Montag früh 10:00 startete das Offroad Abenteuer Polen von Abenteuer4x4 weswegen wir nicht trödeln durften.

Von der kernigen 4 tägigen schwarzen Offroad Tour haben wir natürlich auch einen Bericht geschrieben:

Reisebericht Offroad Abenteuer Polen

Ingesamt waren wir 6 Tage in Sachen Offroad unterwegs und haben dabei insgesamt 2100 km im Land Rover Defender abgespult. Von uns aus kann das gerne so weitergehen …

Land Rover Highland Meeting 2016 (CZ)

Nachdem wir in 2015 ordentlich Spaß beim Highland Meeting hatten, konnten wir es uns auch in diesem Jahr nicht verkneifen, dem Meeting einen kurzen Besuch abzustatten. Leider vermasselte der Job mal wieder ein längeres Verweilen und wir konnten der tschechischen Landy Community nur einen Tagesbesuch abstatten.

Das Treffen war wieder familienfreundlich organisiert: Hüpfburg für die Kids, Catering für alle und bei Problemen mit dem Fahrzeug hatte ein freier Landrover Spezialist seine Experten vor Ort. Sagar das Wetter spielte mit und es blieb trocken. Wie versprochen gab es das Roadbook in diesem Jahr in einer englischen Version und wir konnten uns ohne Dolmetscher an die Challenges wagen. Die Aufgaben waren weniger sportlich und es konnten so alle gut gemeistert werden. Für den 1. Platz reichte es dieses mal nicht. Das mochte aber daran liegen das der 2. Roman aus unserer Truppe nicht dabei sein konnte.

Anyway – Spaß hat es trotzdem gemacht und wir bedanken uns bei cestOFFka für die wunderbare Organisation. CU2017

Der Son of Hibachi Grill

Wenns mal nicht gut läuft, muss man halt auch mal ein Wort darüber verlieren.

Im letzten Jahr hatten wir uns den bekannten Son of Hibachi Camping-Grill wegen seiner unbestrittenen Vorteile zugelegt: Er ist klein, kompakt und wegen des Kamineffekts beim anmachen auch unter widrigen Umständen brauchbar. Für 2 Personen genau richtig in der Größe. Nach einigen Einsätzen sah der Grill schon ziemlich abgerockt aus, wichtiger ist und bleibt allerdings die Funktion.

Nach einem Trip wurde der Grill in einer der Zarges Kisten auf dem Defender Dach vergessen. Die Rüttelei bei weiteren Einsätzen sorgte dann dafür, dass die isolierende Soft-Out-Pouch Tasche durch gerieben war und sich aufzulösen begann. Also hatten wir hierfür eine Ersatztasche besorgt. Bereits beim Einpacken des Grill in die neue Tasche brachen die Zipper am Reißverschluss ab. Kulanter Weise schickte uns der Lieferant umgehend und kostenfrei eine neue Tasche. Beim Auspacken der 2. Tasche aus dem Karton fiel uns ein Zipper des Reißverschlusses direkt entgegen. Dieser war also allein durch den Transport im sicheren Karton gebrochen und ebenfalls nicht zu gebrauchen.

Fazit: Schöner Grill, aber für den toughen Offroadeinsatz nicht zu gebrauchen. Neben abgerüttelten Schrauben am Grill selbst ist die Tasche nicht sonderlich haltbar.  Von der minderen Qualität der Reißverschlüsse ganz zu schweigen. Die Order der Ersatztasche wurde storniert und der Rechnungsbetrag erstattet. Wir müssen uns also nach etwas neuem Umsehen, Vorschläge sind willkommen …

Sahara Desert Adventure 2014

Nach den wunderbaren Eindrücken im letzten Jahr sollte es auch in diesem Jahr über Weihnachten und Sylvester in die Sahara gehen. Wüste Pur mit Ecki runter bis zum See, Star Wars kann man ja eben besser in 3D und Dolby Digital im Kino schauen. So der Plan.

Krankheitsbedingt mussten wir jedoch zuhause bleiben. Dies hat allerdings auch Vorteile, denn nach einem ziemlich stressigen Jahr bleibt nun die Zeit um endlich das Videomaterial vom Desert Adventure 2014 zu schneiden.

Hier der Link zum Reisebericht
Hier der Link zum Youtube Channel

In 2016 sind wir irgendwann wieder Fit und werden einen neuen Anlauf starten. Bis dahin viel Spaß mit dem Clip

LRONLY2015

Verspäteter Blogeintrag #2 in diesem Jahr: LRONLY Meeting 2015 in Drawsko Pomorskie, Polen.

Im Juli 2015 fand das 6. Landrover Treffen LRONLY auf Europas größtem Truppenübungsplatz bei Drawsko Pomorskie statt. Wir hatten in der Vergangenheit davon bereits Wind bekommen und wollten unbedingt daran teilnehmen.

Der Job verhinderte leider bei allen eine rechtzeitige Abfahrt in Richtung Drawsko. Zudem besteht seit einiger Zeit auch auf polnischen Autobahnen Mautpflicht. In der nordwestlichen Ecke Polens um Stettin trifft dies zwar nur für wenige Kilometer zu, aber die Betreiber der Mautanlagen dort bestehen auf elektronische Transponder. Für diesen mehr oder wenigen einmaligen Besuch waren wir nicht gewillt ein solches Gerät zu beschaffen. Also umfuhren wir das Gebiet großräumig. Irgendwann kurz nach Mitternacht trafen wir auf dem Gelände ein, hellwach von den vielen Wildwechseln auf den letzten Kilometern. Das Zelt war schnell aufgebaut und irgendwann traf dann auch Andreas mit seinem Defender auf dem Gelände ein. Nachdem wir sein Trailerzelt aufgebaut hatten fielen alle totmüde gegen 02:00 morgens ins Bett.

Am Samstag morgen checkten wir uns nach 0.5l doppeltem Espresso zunächst bei der Veranstaltung ein. Während wir Aufkleber, Lanyard und T-Shirt von der Veranstaltung erhielten, begann auf der großen Bühne auch schon das Fahrer-Briefing. Wir sammelten das Roadbook pro Fahrzeug ein und machten uns so gleich auf den Weg. Frühstücken wollten wir dann irgendwo auf der Strecke.

Das Roadbook war ordentlich mit Wegpunkten gefüllt.  An schwierigen Hindernissen war jeweils eine „Sport“ Weg und die Umfahrung für Touristen beschrieben. Da wir uns gleich zu Anfang auf die Strecke begaben, war an diesen Wasserlöchern ein entsprechend großer Andrang. Wir hatten somit genügend Zeit uns zu orientieren und die Sport Strecken zu scouten. Im großen und Ganzen konnten wir die Wasserlöcher mit entsprechend  Umsicht durchfahren, ohne den Dampfer zu versenken.

Die Veranstaltung war insgesamt sehr gut durchorganisiert und muss sich bei weitem nicht hinter den bekannten nationalen Events verstecken. Neben den aufwändig ausgearbeiteten Roadbooks war für leibliches Wohl gesorgt. Am Abend sorgten Live Bands für entsprechendes Entertainment.

Auch in Polen weiss man ordentliche Overland Vehikel aufzubauen, auch wenn hier eindeutig eine Tendenz in Richtung Discovery 2 zu erkennen ist. Die Vielzahl an Aufklebern auf den Fahrzeugen lässt vermuten, das Fahrzeug und Fahrer viele Geschichten von etlichen Fernreisen zu erzählen hatten. Was nicht in Englisch oder Deutsch möglich war, konnte immerhin mit Händen und oder Füßen deutlich gemacht werden.

Nach ordentlichen 60 Roadbook Kilometern trafen wir am Samstagabend wieder im Basecamp ein. Die Veranstaltung startet am Donnerstag und bietet an jedem Tag ein unterschiedliches Roadbook. Für 2016 steht also definitiv ein Besuch der kompletten Veranstaltung an, denn das Gelände um Drawsko Pomorskie im polnischen Outback sucht seinesgleichen. Die Website der Veranstaltung, www.lronly.pl, ist derzeit nicht erreichbar, wir hoffen jedoch das im nächsten Jahr die 7. Auflage dieser Veranstaltung geben wird.

Nach einem ordentlichen Frühstück machten wir uns am Sonntag zurück auf den langweiligen Heimweg über die Autobahnen. Nach einigen Kilometern Asphalt wurde sehr schnell klar, das die Längslenker Buchsen am Defender von Andreas durch das harte Terrain am Wochenende vollkommen ausgeschlagen waren. Die 600+ KM nach Prag mit dem Penman am Natohaken waren somit alles andere als einfach. Zudem war es auch mehr oder weniger grob Fahrlässig, eine solche Strecke mit dem schlingernden Gespann anzugehen. Wir riefen also bei Holger von Erlebnis-Offroad in Berlin an und fragten ob wir die Ersatzteile an einem Sonntag aus dem Lager holen konnten. Dankenswerterweise erklärte sich Holger bereit die Teile und , da er eh vor Ort war, seine Werkstatt zur Reparatur zur Verfügung zu stellen. Schön wenn das Netzwerk funktioniert.

#Lostiniceland 2015

im August 2015 haben wir die Trollen und Elfen auf Island besucht und in 14 Tagen insgesamt knapp 3000 km allein auf der Insel zurückgelegt.

Der Landy hat bis auf ein paar durchgerüttelte Lampen gehalten.  Einen ausführlichen Reisebericht mit ein paar Fotos gibt es hier:

Reisebericht #LostinIceland2015

Windenseile spleißen

Im letzten Jahr hat der Defender eine Winde bekommen. Tatsächlich haben wir die Winch bisher nur benötigt um andere zu bergen, aber man weiss ja nie was so alles passiert …

Von Anfang an war klar, das mit dem riesengroßen Windenhaken etwas passieren musste. Dieser ist einfach nur störend bei aufgewickeltem Seil und reibt über kurz oder lang die Beschichtung am Tubular Bumper runter. Darüber hinaus ist die Fixierung des Hakens an anderen Fahrzeugen ohne gescheiten Bergepunkt schwierig. Zudem habe ich noch keinen Windenhaken gesehen, bei dem nicht über kurz oder lang der Verschluß des Hakens ausleiert. Nicht immer kann in graden Winkeln geborgen werden und über kurz oder lang verbiegt der Verschluss bei der Nutzung von zusätzlichen Bergegurten, denn die Schlafen der Bergegurte passen fast nie in den Haken …

Abhilfe schafft ein Factor55 Prolink Shakle anstelle des normalen Windenhakens. Der Shakle ist aus einem massiven Aluminium Stück gedreht. Mit normalen Schäkel können Bergegurte etc hier sauber fixiert werden. Ein Abscherstift aus Titan sichert Bergungen mit maximal 16000 Pfund (ca. 7 Tonnen). Der Shakle wird bei eingezogenem Seil einfach am Seilfenster der Winde festgeklemmt und ist damit immer sicher befestigt.


Für die Montage des Prolink Shakle mussten wir lediglich eine neue Rohrkausche beschaffen, die stark genug für das 12mm Windenseil ist und schlank genug, um durch das Seilfenster zu passen.

In diversen Youtube Filmchen kann man sich anschauen, wie Windenseile einfach mit Cutter, ein wenig Ducktape und einem Edding neu gespleißt werden. Abgesehen vom Gewicht und der fehlenden Dehnung unter Last gegenüber einem Stahlseil ist auch immer Argument für Synthetik Dyneema Windenseile, dass dieses im Feld repariert und gespleißt werden können, sofern diese doch einmal reißen sollten. Unser Seil war nun 6 Monate in der frischen Luft, hat vielleicht 20 Bergungen ertragen müssen und war soweit noch gut in Schuß. Wir haben lernen müssen, dass ein Spleißen des Seils wie in den Filmen gezeigt mit einem gebrauchten Seil schlichtweg nicht möglich ist. Die kleinen gerissenen Fasern verhindern einen sauberen Spleiß mit den genannten Werkzeugen. Das offene Ende des Seils ließ sich ums verrecken nicht durch den Seilkern ziehen.

Glücklicherweise wohnen wir in der Nähe von Braunschweig, wo die Firma Seilflechter seit mehreren Generation ihren Stammsitz hat. Freundlicherweise hat man uns hier gezeigt, wie man mit Hilfe von passenden Tools ein Seil neu gespleißt bekommt. Die Sache war in 2 Minuten mit der Nutzung einer Spleißnadel erledigt. Auch hier mussten wir mit 2 Mann ordentlich ziehen, aber immerhin konnte wir die Rohrkausche sauber ans Ende des Windenseils spleißen. Dankeschön. Der Einladung auf einen Kaffee bei der Abenteuer Allrad sind wir auch nachgekommen, dort haben wir uns dann den Satz Spleißnadeln eingepackt.

Fazit: Ein Dyneema Windenseil im Feld reparieren ist nur mit Spleißnadel möglich da Schmutz und gerissene Fasern einen sauberen Spleiß verhindern. Also Spleißnadeln einpacken und das Seil selbst nach einem Einsatz immer schön sauber halten.

PS: Der alte Windenhaken mit Rohrkausche ist immer noch zu haben 🙂

Land Rover Highland Meeting 2015 (CZ)

Über unseren Freund Andreas aus der tschechischen Republik waren wir zum Landrover Highland Meeting 2015 eingeladen worden. Das Meeting ist quasi das Gegenstück zur Abenteuer Fürstenau oder den Landyfriends Adventure Days, da es aus der tschechischen Land Rover Community unter Landroverforum.cz geboren wurde. Normalerweise hat hat unser Freund immer die längste Anreise, warum als nicht einmal anders herum und wir kommen vorbei?

Das Meeting wurde auf dem Gelände einer ehemaligen russischen bzw. tschechischen Kaserne im Örtchen Jhilavad ausgetragen, ungefähr 100km südöstlich von Prag. Wir machten uns am Freitag im Convoi auf den Weg und erreichten Prag am Abend. Dort angekommen, entschieden wir uns dort zu übernachten und ließen uns noch ein wenig die Stadt zeigen (wann ist man schon mal dort). Am nächsten Morgen ging es dann früh in Richtung Jihlavad. Wir waren mit 3 Landys angereist. Zu uns stieß noch ein weiterer Freund aus Prag und so machten wir uns mit 5 Landys auf den Weg ins Gelände.

Wir erschienen mehr oder weniger pünktlich zur offiziellen Eröffnung des Festivals. Auf dem Programm stand eine ordentliche Roadbook-Tour sowie ein Trail Parcour. Wer für Challanges nicht motiviert war konnte nach belieben auf dem Gelände von vielleicht 30ha selbst spielen gehen. Die Organisation des Events wurde im wesentlichen durch cestOFFKA auf die Beine gestellt, einem tschechischem Reiseanbieter wie hierzulande TC Offroad oder NOLE Adventure. Die Orga war äußerst professionell und während der Einweisung zur Roadbook Tour waren mehrere Kamera Teams vor Ort und Drohnen in der Luft. Es ist also ein schönes Video zu erwarten. Neben unseren Fahrzeugen waren auch etliche ordentlich aufgebaute Defender und Discovery vor Ort.

Wir entschlossen uns zur Teilnahme an der Roadbook Tour. Roman und Roman bildeten ein Team aus der Gruppe, wir anderen bildeten ein 2. Team. Das Roadbook forderte das Lösung von Rätseln im Umland, Navigation und auch Teambuildung Aufgaben wie das Bauen von Schneeschuhen, abseilen über einen Canyon standen mit auf dem Programm. Blöd an der Sache: Wir verstanden kein einziges Wort tschechisch aus dem Roadbook und irgendwie waren wir auf das Übersetzungstalent unserer Freunde angewiesen. Wir gingen die Sache also locker an der Tatsache bewusst, nicht alle Aufgaben zu 100% erledigen zu können. Trotz des mehr oder weniger Dauerregens hatten wir einen schöne Zeit.

Andreas hatte noch ein paar Freunde mit auf das Gelände eingeladen, die sich bisher mit der Thematik noch nicht auseinander gesetzt hatten und einfach nur mal mitfahren wollten. Kurzerhand wurden die Freunde auf die Autos verteilt und über das Gelände chauffiert. Es kann davon ausgegangen werden, das wir den Virus weitergegeben haben ;).

Das Gelände hatte keine wirklich schlimmen Stellen, einige Passagen waren jedoch extremst verschlammt und es war klar das hier nur mit Winch ein durchkommen war. Wir um fuhren diese Stellen und blieben doch lieber bei den fahrbaren Pfützen und waren wie immer extrem vorsichtig. In einem Wasserloch mit reichlich viel lockerem Sediment gab es für die Feuerwehr von Roman dann leider doch kein vorankommen mehr, und wir mussten den Defender rückwärts aus dem Loch ziehen. Der Motor war in der Pfütze letztlich auch abgestorben, die alten V8 mögen einfach kein Wasser bzw. Feuchtigkeit. Noch neben der Pfütze im Nieselregen machten wir uns daran, die Feuerwehr trocken zu bekommen um den Motor wieder starten zu können. Dies Gelang dann auch, allerdings wollte die Öldrucklampe im Defender nicht ausgehen. Der Check des Ölstands verhieß nichts Gutes, der Pegel war deutlich erhöht als zuvor. Irgendwie musste also Benzin oder noch schlimmer Wasser ins Öl gekommen sein. Um den Motor nicht zu schrotten entschieden wir einen Ölwechsel im Feld durchzuführen. Während der eine Roman zum Baumarkt fuhr um 8 frische Liter Öl zu organisieren, machten wir uns mit dem anderen Roman daran, das Öl aus dem Auto zu bekommen und weitere Forensik zu betreiben. Leider bewahrheiteten sich die Befürchtungen: Das abgelassene Motoröl sah aus wie Plörre die in den Pfützen selber stand. Vermutlich waren Siebe, Ölpumpe selbst und vieles andere im Motor versandet ein Neustart des Motors zu gefährlich. Der gehört nun erst einmal ordentlich gereinigt …

Unsere Fahrgäste bekamen das alles mit und waren von dem Teamwork und unserer lockeren Truppe sichtlich beeindruckt. Als Dankeschön für die Fahrgelegenheit wurden wir auch so gleich zur Übernachtung eingeladen, es wäre nur ein paar Kilometer weit weg und da der Dauerregen auch nicht abzulassen schien nahmen wir die Einladung gerne an.

Während wir anderen am bzw. unter dem Auto lagen machte sich der andere Roman auf den Weg zur Siegerehrung der Roadbooktour. Gerade als die Reparaturversuche abgebrochen wurden, war auch die Siegerehrung vorbei. Kaum zu beschreiben das Grinsen von Roman: Team Roman und Roman hatten tatsächlich den 1. Platz gemacht und ordentlich die Veranstaltung gerockt. Also gleich mal ne Duftmarke gesetzt , eine klasse Sache !

Am Sonntag morgen machten sich 2 von uns von dort auf den Weg nach Prag, um den Trailer zur Bergung des havarierten Defender zu holen. Wir anderen machten uns ein wenig später um dann auf dem Gelände wieder zusammen zu treffen. Nachdem wir den Defender verladen hatten ging es zurück zu Andreas nach Prag. Die eine Hälfte blieb dort noch bis Pfingstmontag, wir selbst mussten wegen anderer Termine noch am Sonntag wieder zurück nach Deutschland.

Trotz des Wetters und dem Maleuer mit dem Defender V8 ein schönes Wochenende.

  • Highland 2016, wir sind dabei
  • Gastfreundschaft in CZ – unfassbar nett und offen
  • auch eine Pfütze mit einem Tiefgang von 40cm kann es in sich haben
  • es gibt noch andere Fahrgelände in der tschechischen Republik die wir demnächst dann wohl erkunden werden

Auf dem nächsten Highland Meeting soll es das Roadbook auch in Deutsch bzw. Englisch geben 🙂

Elsass-Greenlaning

Wir waren auf Greenlaning durch den Elsass in Frankreich. Ein kleiner Reisebericht von Saumägen, Haubitzen und Krötenwanderungen.

Hier geht´s zum Reisebericht