Dieselpumpe am Defender Td5 tauschen

Der Winter naht. Im Epos Game of Thrones sind dies die Worte des Hauses Stark und beziehen sich dies auf Wintereinbruch in Westeros, der dort besonders hart und besonders lang sein kann. Im Kontext Land Rover Defender spreche ich dann von der Wahrscheinlichkeit liegen zu bleiben, weil bei Frost die Bio Anteile im Dieselkraftstoff zum ausflocken neigen und dann Dieselpumpen und Filter verstopfen. Demnächst werden die Foren wieder voll von solchen Problemen sein.

Die Dieselpumpe an unserem 110er würde diesen Winter vermutlich nicht mehr überleben. Aus dem sonoren Surren der Pumpe beim Vorglühen des Fahrzeuges ist gelegentlich ein lautes Kreischen geworden. Zudem ist an der Pumpe auch der Schwimmer zur Messung des Tankinhalts verbaut. Je nach Tagesform ist der Tank aktuell voll, fast leer oder irgendetwas dazwischen – bei vollgetanktem Auto versteht sich. Also lieber tauschen bevor die Pumpe komplett den Dienst verweigert

Was brauchen wir also an Ersatzteilen für die Instandsetzung von der Werkstatt des Vertrauens?

WFX000260 Die Dieselpumpe für den Defender 110 Td5
WGQ500020 Eine neue Dichtung für den Tank
ESR3808 Einen neuen Sicherungsring 
ESR3807 Adapter Ring
ESR4686M Kraftstofffilter 

Mit dem Sicherungsring wird die Dieselpumpe in die Dichtung gedrückt und fest mit dem Tank verschraubt. Um diesen Ring sauber lösen und wieder entfernen zu können empfiehlt sich ebenso die Beschaffung des Werkzeuges (DA1209).

Die Kraftstoffpumpe sitzt beim Td5 direkt im Tank. Für den Wechsel müsste also der komplette Tank ausgebaut werden. Da das Versagen der Dieselpumpe jedoch voraussehbar ist und früher oder später jeden ereilt hatten wir vor Jahren schon ein Wartungsfenster in die Heckwanne der Karosse geschnitten. Die Pumpe ist somit einfach zugänglich für den Service.

Das Bild nach öffnen der Wartungsluke war dann doch nicht so schlimm wie erwartet, denn der Dreck auf der Pumpe bzw. dem Tank nach 280.000 Km mit vielen Offroadfahrten ließ sich einigermaßen einfach entfernen. Hierzu brauchte es nur ein wenig Geduld, einen kleinen Schraubendreher, einen Pinsel und Staubsauger. 

Nachdem das Operationsgebiet gesäubert war, „Dieselpumpe am Defender Td5 tauschen“ weiterlesen

Welche Teile braucht der Defender – Teilenummern

Wenn mal etwas kaputt geht oder repariert werden muss stehe ich häufig vor der Qual der Wahl: Welche Schraube oder welches Relais muss denn da nun rein ?

Bisher war der Teilekatalog von Allbrit.de für die Recherche nach Teilenummern die 1. Wahl. Leider hat vor geraumer Zeit dort ein Update gegeben und die Explosionszeichnungen sind zwar nach wie vor vorhanden, jedoch sind die Teilenummern ausgeblendet. Diese sind vermutlich den zahlenden bzw. registrierten Mitglieder vorbehalten.

Als Alternative bietet sich die Website new.lrcat.com an. Hier sind ebenso alle Teilenummern aus dem Microcad Verzeichnis sowohl für den TDI, den Td5 als auch den TD4 vorhanden. Die Navigation ist ein bisschen hakelig und nicht immer poppt das Detailfenster mit den Teilnummern auf, nachdem man auf eine Nummer in der Explosionszeichnung geklickt hat.

Frontrunner Showroom opening

Es ist angerichtet: Nachdem Frontrunner Produkte schon seit längerer Zeit über einen deutschsprachigen Online Shop bezogen werden konnten, wurde nun in den letzten Wochen und Monaten den Frontrunner Showroom in Hannover fertiggestellt.

Für die große Eröffnungsfeier an diesen Wochenende schauten wir natürlich gerne vorbei. Was Max Peter und sein Team aus der alten Industriehalle gemacht haben, lässt sich wirklich vorzeigen. Der Staub und Dreck des alten Schlossereibetriebes ist verschwunden. Anstelle dessen stehen nun Regale und Displays mit den diversen Produkten in der Halle, und nicht zuletzt natürlich ordentlich mit Frontrunner Produkten aufgerödelte Fahrzeuge. Man kann also alles anfassen, ausprobieren und ausmessen und sich Inspirationen für das eigene Gefährt besorgen. 

Neben dem Verkauf und Demonstration der Artikel wird auch ein Montageservice angeboten. So können Dachträger und Zubehör direkt vor Ort montiert werden. Zukünftig werden die Artikel auch nicht mehr aus dem Zentrallager für Europa versand werden, sondern kostenneutraler direkt aus Hannover. Das Team besteht aus 5 motivierten Mitarbeitern die sich auf euren Besuch Mo bis Freitag freuen, also nix wie hin – mind your Wallet 😉

Snowy Mountain 2017

Greenlaning & Kultur im Voigtland lautete das Devise. Für ein Wochenende im Kunsthaus Eigenregie hatte Andreas uns dort eingeladen. Tagsüber wollten wir durch Wald und Wiesen entlang der Deutsch-Tschechischen Grenze fahren um Abends im Eigenregie mit Live Musik den Abend ausklingen zu lassen. So trafen wir uns am Freitag Abend nach mehr oder weniger langer Anreise in Eschenbach. Mit zwei 110ern und einem 90er Defender waren wir dabei. Nach dem Frühstück am Samstag gesellten sich noch ein weiterer 110er sowie ein schön erhaltener Würfel mit zur Gruppe. Mit 6 Fahrzeugen machten wir uns also auf den Weg. Auch wenn es ordentlich frisch war fehlte leider der Schnee auf den Wegen. Durch den Sturm ein paar Tage zuvor musste der eine oder andere querliegende Baum zersägt und umfahren werden. Zum Mittag kehrten wir im Restaurant eines tschechischen Hotels ein, da uns dort argentinische Steaks versprochen wurden. Und die hatten es in sich. Am Abend kamen ohne Ausfälle zurück ins Eigenregie. Abstrunaut sollte dort dann spielen spielen – zusammen mit den anderen Gästen hatten wir ordentlich Spass.

Das Kunsthaus Eigenregie ist ein Unikum: Skuril, schrill, liebenswert und immer individuell. Danke Mario.

Eindrücke:

 

 

Cherimont Offroad

Der Saisonabschluss war eigentlich schon gefeiert. Olli von Landrover-versichern.de hatte jedoch noch zum gemeinsamen Offroaden ins belgische Chateau de Cherimont bei Andenne eingeladen. Da man mit Olli eine lustige Zeit haben kann, neues Gelände und neue Leute ab dafür. Der Job fesselte mal wieder, so ging es erst am Freitag Abend in Richtung Cherimont. Wer wie Belgien die benötigte Energie ausschließlich mit Atomkraft erzeugt, kann es sich leisten nachts auch die Autobahnen zu beleuchten. Anyway, zumindest auf den letzten Kilometern ein entspanntes Fahren nach vielen Staus vorher.  Angekommen weit nach Mitternacht, lag diejenigen, die Freitags angereist waren bereits in der Koje. Also Landy dazugestellt, Koje gebaut und mitgemacht … 

Am Samstag morgen brauchte der eine oder andere wesentlich mehr Kaffee als normal, um auf Touren zu kommen. Wir schrieben uns im Gelände zum fahren ein und los gings. Neben Offroaden und Paintball spielen kann man am Chateau auch Schießen, und zwar auf Tontauben. Es scheint, das dieser Sport hier auch im Wesentlichen betrieben wird. D.h. eine Offroadstrecke ist halt da, aber es gibt bestimmt 10 Stationen, von denen die Ziele in die Luft gefeuert wurden. Und es herrschte ordentlich Andrang dort. Sollten wir jetzt so eine orangene Weste tragen? Das dumpfe Knallen der Schrotflinten war jedenfalls mehr oder weniger den ganzen Tag präsent. 

Zum Gelände: Einfach nur digital. Der Rundweg ist einfach und ohne Probleme zu fahren. Verlässt man diesen, geht es relativ ohne Vorwarnung ordentlich zur Sache. D.h. tiefe Löcher, steile steinige und schlammige Passagen, schlammige Löcher … der Beifahrer kann eigentlich mit dem Baumgurt neben dem Auto herlaufen. Im westlichen Teil des Geländes befindet sich ein Waldstück, in dem man eher technisch fahren kann. Allerdings ist es für Defender ein wenig eng. Ich war regelrecht erstaunt, wie verformbar die Markise am Auto tatsächlich ist … 

In jedem Fall ist für jeden Gusto etwas dabei. Deswegen hatte Olli es ja wahrscheinlich auch ausgesucht. Die Teilnehmer, die sich nicht mit ins Getümmel schmeißen wollten hatten zumindest ihren Spaß bei den Bergungen der anderen. Am Feuer Abends wurde in jedem Fall viel gelacht, nicht zuletzt auch wegen der niederländischen Camp Nachbarn …

Für die Markise braucht es wohl eine neue Planen Verpackung. Den ausgerissenen Lampenschutz haben wir mittlerweile mit einer neuen Gewinde Niete wieder fest bekommen.

Edit: Ein Teilnehmer hat davon auch noch einen Clip gebastelt:

Danke Hans !

 

Saisonabschluss 2

Ja, es gab noch eine Verabredung im Mammut Park. Anstelle mit nach Thenissey zu fahren, entschied sich der Truppe für einen Besuch im Knüllwald und Mammut Park. Die Parks waren einfach näher drannen und mit den anderen Verpflichtungen wegen der kurzen Anreise besser realisierbar. Am Montag Abend gegen 20:00 schlugen wir dann im Mammut auf, wo der Rest der Truppe schon beim Karten spielen war. Einige Heidegeister später war dann die auch die nötige Bettschwere erreicht. 

Morgens nach dem Frühstück ging es dann am Dienstag mit der Truppe noch einmal ins Gelände. Auch hier hatte es die Tage vorher geregnet und der Lehm wieder mehr als rutschig. Obwohl es bei den Jungs die Tage davor im Knüllwald schon einige Blessuren gegeben hatte, gingen wir den Prinzessinnenweg noch an. Auf dem steilen Bergabstück am Ende lief das Führungsfahrzeug, ein 90er Defender, aus der Spur und ging quer den Hang hinunter, glücklicherweise ohne Absturz. Dennoch gab es „Kaltverformungen“. Es brauchte ein bisschen, bis das Fahrzeug wieder „in die Spur“ gewincht war.

Nach 3 Tagen im Auto und Hardcore Offroad sollte man sein Glück auch nicht überstrapazieren. Wir entschieden uns einzupacken und Heim zu fahren. Spaß hatten wir dennoch 🙂  

Ups – we did it again

Das lange Wochenende um den 03. Oktober lud zum Offroaden in Thenissey zum Saisonabschluss ein. Nach mehr oder weniger langer Planung erreichten uns dann doch immer mehr absagen wegen anderer Verpflichtungen der Kandidaten. Anyway, gekniffen wird nicht, es ging Nonstop nur mit Tankstopp nach Thenissey. Auch in der Schweizer Delegation hatten sich die Reihen sehr gelichtet. 

Als Belohnung sozusagen, neben einer anderen Gruppe mit 4 Fahrzeugen hatten wir das Gelände komplett für uns allein. Der lehmige Boden war wie immer herausfordernd, auch dort wo es eigentlich trocken aussah. Nachdem wir uns am Samstag auf den leichteren Strecken eingefuhren hatten, ging es am Sonntag in schwereren Strecken. Der Disco blieb im Camp. Abgesehen von der fehlenden Bodenfreiheit ist er auch wesentlich breiter als ein Defender, was die Sache nur erschwert hätte. Wir schafften es ohne Blessuren Abends zurück aus dem Gelände. Die Jungs aus der Schweizer Delegation hatte die Aufgabe das Abendmahl zu bereiten, was den beiden sogar ordentlich gelungen war 😉

Montag früh ging es auf die Bahn, Nonstop zurück in den Norden. Es gab da noch eine Verabredung …

GORM | BFGoodrich Baja PitStop Event

Anlässlich des Laufes zur German Off Road Masters, kurz GORM, hatte Michelin Deutschland / BFGoodrich nach Oschersleben eingeladen. Austragungsort des Laufes war nicht die Motorsport Arena in Oschersleben selbst, sondern ein Offroad Fahrgelände südlich in der Nähe von Gröningen. Eingeladen waren Partner von BFGoodrich und neben Journalisten auch Blogger wie wir. Die bunte Mischung von Teilnehmern wurde an den 2 Tagen von Armin Schwarz, Rallye Champion und Baja 1000 Teilnehmer, und seiner Crew betreut. Für die Teilnehmer der GORM und des PitStop Events kümmerten sich das Team von Offroad Catering.

Tag 1 – Rallye Luft schnuppern. Gestartet wurde in mehreren Klassen: Prototypen, seriennahe Fahrzeuge, ATV bzw. SidebySide, Quads, Motorräder und LKW. Dabei fuhren die LKW seltsamerweise zusammen mit den Motorrädern und Quads. Der Grund hierfür: Nur die kleinen und schnellen Motorräder sind in der Lage die großen LKW zu überholen. Am Freitag und Samstag wurde aus jeweils 4 Läufen je Gruppe die Gesamtsieger in ihren Klassen ermittelt. Bei der GORM handelt es sich um eine Marathon Veranstaltung. Es geht also nicht um Rundenzeiten sondern um Ausdauer. In den 4 Läufen a 90 Minuten müssen Motor, Fahrwerk, Reifen und nicht zuletzt die Piloten durchhalten. Am ersten sonnigen Wochenende des Jahres mit Temperaturen jenseits der 20 Grad nicht einfach. Auf dem knüppelharten Rundkurs mit 4,2 km Länge kam es so auch zu einigen Ausfällen bei den Teams. An 3 Stationen könnten wir Besucher den Parkour überblicken. Beim Rundgang durch das Fahrerlager wurden unsere Antworten zu den Fahrzeugen von Armin und den Teams beantwortet. Im Team von Armin Schwarz ebenfalls dabei: Detlev Ruf, 5-facher Rallye Dakar Teilnehmer bei den LKW. Sowohl mit ihm als auch mit Armin hätten wir gerne noch mehr Stunden verbracht und ihren Geschichten aus dem Nähkästchen gelauscht …

Tag 2 – Challenge: Am 2. Tag mussten wir nun selber ran. Verschiedenste Challenges rund um den BFGoodrich Reifen waren vorbereitet. Neben Theorie ging es auch mit Fahrzeugen auf die Strecke. Hierbei wurden Tischtennisbälle auf der Motorhaube auf Zeit über den Parkour jongliert. Dabei standen Fahrzeugflotten von Ford (Ranger), Jeep (Cheerokee) und Mercedes Benz (G-Wagen) bereit, die allesamt auf BFGoodrich AllTerrain KO2 daher rollten. Auch ein Reifenwechsel an der Replica eines Baja 1000 Trophy Trucks, den Armin normalerweise durch die Wüste jagt, stand als Challenge auf dem Programm. Mit 90 Kg pro Reifen kein einfaches unterfangen. Bei uns verkeilte der Reifen auf der Radnabe, damit waren unsere Chancen um den Sieg verloren. Ehrgeiz an der Competition war natürlich vorhanden, grundsätzlich ging es jedoch mehr um Spaß am Offroaden.

Zusammengefasst ein spaßiges Wochenende mit netten und neuen Kontakten und vielen neuen Eindrücken. Leider stand kein Land Rover Defender für eine Probefahrt auf den AllTerrain Reifen zu Verfügung. Daher muss der direkt Vergleich mit dem BFG MudTerrain KM2 noch ein wenig warten. Spätestens wenn die derzeitigen Winterreifen verbraucht sind wird auf die KO2 gewechselt.

Bilder: