Kühle Gedanken

Das Saisonende naht und es ist an der Zeit sich Gedanken über eine passende Kühlbox zu machen. Die Auswahl am Markt ist riesig und die Nachfrage scheinbar auch, denn billig sind die Kisten nun wahrlich nicht. Auch wenn das Gerät nicht regelmäßig genutzt wird, sollte es aufgrund der Investition langfristig ein treuer Begleiter sein, der einen niemals im Stich lässt.

Schaut man links und rechts der Oker, scheinen die Geräte von Engel, Waeco, Ezetil, ARB und National Luna bei den Fernreisenden am beliebtesten zu sein. Doch worauf kommt es wirklich an? Neben der Volumen, Kühlleistung und Haltbarkeit natürlich auch auf einen geringen Stromverbauch. Daher kommt nur eine Kompressorkühlbox in Frage.


Glücklicherweise hat die 4×4 Action in Ihrer aktuellen Ausgabe September / Oktober 2012 diverse Geräte verschiedener Hersteller auf Herz und Nieren getestet. Neben der Marktübersicht selbst werden hier auch Fragen an das Produkt gestellt, auf die man selbst gar nicht kommen würde. Vorneweg die robusten aber auch schweren Boxen von ARB und Engel. Die Geräte kommen in einem Aluminiumgehäuse daher, was Sie unanfällig gegen äußere Gewalteinwirkungen macht. Nachteil dieser Aluminium Kompressor Kühlboxen: Das hohe Eigengewicht.

Kühlen tun die Geräte natürlich alle, dazu sind sie schließlich da. Digitale Temperaturanzeigen gibts bei z.B. Engel nur gegen Aufpreis. Ob die Geräte nun genau Messen oder nicht, scheint mir hier ein zu vernachlässigender Faktor zu sein. Für ein kleines Thermometer ist sicherlich immer Platz in der Box. Ebenso zu vernachlässigen das Kriterium, ob die Kompressoren bei Schräglagen von 30° oder doch erst 35° Grad den Dienst quittieren. Der Landy kippt bei um die 35° Grad Seitenneigung, mit Dachzelt jetzt wahrscheinlich schon viel früher. Der Popometer allerdings wird lange vor Versagen der Kompressorkühlbox den Dienst quittieren.

Neben der Kühlleistung des Kompressors selbst scheint jedoch auch die Isolation der Gehäuse ein relevanter Faktor zu sein. Bewertet wurden z.B. die Zeiten, bis die vorgewählte Temperatur erreicht wurde. Ferner wurden die Betriebszeiten gemessen, welche die Geräte brauchten, um die voreingestellte Temperatur zu halten. Man könnte es schon nervend empfinden, wenn ein solches Gerät im Minutentakt an- und ausgeht, um die Temperatur des Kühlgutes zu halten. So wurden Zeiten zwischen 1h und 2h gemessen, um frischen Inhalt auf 10° heruntergekühlt zu bekommen. Ist dies passiert, laufen die Geräte, je nach Hersteller, ein einem Zeitraum von 15min bis 30min für ein paar Minuten wieder an, um die vorgewählte Temperatur zu erreichen.

Würde Geld keine Rolle spielen, würde es wohl eine Kompressorkühlbox von ARB werden. Das ist es mir jedoch schlichtweg nicht Wert. Zumindest die Engel Kühlboxen gibt es in der 40L Klasse wahlweise im Aluminiumgehäuse ( Engel MT 45 F) oder im leichteren Kunststoff Body ( Engel MR 040). Schaut man sich hier die Detailfotos der Engel Boxen an, fallen die Kühlelemente ins Auge, die sich mit einem Abstand von 5 mm von der Innenwand im Kühlraum befinden. Scheinbar kann man diese zur Reinigung nicht entfernen. Läuft als mal Steakmarinade oder Gerstensaft aus, hat man hier ein Hygieneproblem. Übrig bleibt somit nur das Waeco Modell CoolFreeze CF 40. Ebenfalls zu berücksichtigen beim Invest: Das Waeco Befestigungskit zum Festeinbau im Fahrzeug ist wesentlich günstiger als bei den Engel Kühlboxen. Also auf einen günstigen Anbieter suchen …