Reisebericht Tunesien 2014/2015

Über Weihnachten und Sylvester 2014/2015 war Tunesien die nächste Destination auf unserer Wunschliste. In 2 Wochen spulten wir fast 4500 KM ohne technische Probleme ab. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen mit einer netten Truppe in der Sahara Nordafrikas.

Wo die Erinnerungen noch Frisch sind lieber schnell den Bericht über den Trip mit Nole-Adventure nach Nordafrika gemacht.

Hier geht es zum Bericht 

Tourvorbereitungen

Über Weihnachten und Sylvester geht es nach Tunesien und damit in die Sahara. Wir sind mal wieder guided unterwegs, also besteht keine wirkliche Notwendigkeit zur Routenplanung. Natürlich ist Lektüre über Land und Leute schon verzehrt, auch Kartenmaterial in analoger Form ist beschafft. Heute Stand das digitale Kartenmaterial zum Abhaken auf der Checkliste.

Wir haben bisher mit Openstreetmap Karten auf dem Garmin 276C durchweg positive Erfahrungen gemacht. Wir sind mit einem Kartensatz für komplett Europa unterwegs, der wegen der alten Technik des Garmins vor Nutzung noch in Kacheln “zerschnitten” werden muss. HIerzu existieren diverse Tools die irgendwann hier noch einmal in einem separatem Artikel beschrieben werden.

Bei der Suche nach Kartenmaterial für Nordafrika sind wir auf die Seiten von Africaexpedtion.de gestoßen. Neben vielen Artikeln zum Thema Ausrüstung und Overland Afrika allgemein gibt es dort auch einen großen Downloadbereich von OSM Karten für diverse Navigationsgeräte bzw. Software. Der Vorteil hier: Die Karten sind recht frisch und werden regelmäßig aktualisiert. Vorteil: Je nach Gusto stehen schon fertig Kartenpakete für einzelne Länder und Navigationsgeräte bereit. Es entfällt also das lästige “Kacheln” der Gigabyte großen OSM Kartendateien von z.B. Geofabrik.de. Für den Download wird allerdings ein kleiner Obolus fällig, den ich in diesem Zusammenhang gern bereit bin zu zahlen.

AfricaExpedition

Installation der Karte im MapSource funktioniert ohne Probleme. Die Karte ist wie versprochen auch Routingfähig.

Zurück von der Tagebausafari

Zusammen mit Freunden waren wir auf Safari im Vattenfall Tagebau Welzow Süd in Brandenburg. Über die Veranstaltung, Ablauf, Unterkunft und das Gelände könnt ihr mehr im Reisebericht lesen.

Hier gehts zum obligatorischen Reisebericht!

Custom Build RC Defender 110

Wie es der Zufall so will heute ein wirkliches Netzfundstück: Bau eines Land Rover Defenders 110 im Kundenauftrag als funkferngesteuertes RC Modell.

Offensichtlicher Auftraggeber scheint der Betreiber des Youtube Channels Lowrangers2012 zu sein, der regelmäßig schöne Clips von seinen Greenlaning Trips am Wochenende rund um Wales einstellt.

Den einen oder anderen Bau eines Defender Modells haben wir schon gesehen. Für einen Ninty gibt es Chassis bzw. Komplettbausätze zu kaufen, nicht jedoch für einen OneTen. Hier muss die gelieferte Chassis als zersägt und entsprechend verlängert werden. In der Video Serie wird gezeigt, wie mit Zahnseide die Karosserie zerlegt wird. Spätestens als der Macher Abdrücke bzw. Gussformen für die Türscharniere erstellte, habe ich jedoch den Entschluss gefasst mir doch lieber, und wenn überhaupt, ein Bruder Modell zu kaufen. Die Liebe zum Detail beeindruckt wirklich !

Wer also für  die dunkle Jahreszeit ein Landy-bezogenes Thema sucht, ist hier genau richtig:

 

Korrosionsschutz

Das Alter eines Defenders erkennt man u.a. am Zustand seiner Hecktraverse. Nach nunmehr 9 Jahren haben Salz und schlechte Witterung Spuren hinterlassen und die ersten großen Rostteppiche haben sich gebildet. Der Zustand des Crossmembers ist zwar noch gut und weit von Durchrostung entfernt, aber Prophylaxe kann auch hier nicht schaden. Gegen ein bisschen Patina am Auto habe ich nichts, ständig dreckige Klamotten beim Ein- und Ausladen an der Hecktür müssen aber auch nicht sein.

Was also tun? Der alte Lack, Rost, Dreck und Fett müssen runter und eine neue Farbschicht muss aufgebaut werden. Dreck und Fett werden mit Bremsenreiniger entfernt. Rost, alter Lack und sonstiges nicht näher zu identifizierendes Zeugs wurden mit Drahtbürste und Schleifpapier in 60er Körnung entfernt. Dem Einsatz von Drahtbürsten-Aufsätzen an Bohrmaschinen und dergleichen ist abzuraten, da durch die hohe Drehzahl Hitze entsteht und ggf. die Poren des Metalls zugeschmiert werden. Somit wird auch Rost verdeckt und die folgenden Behandlungen mit Lacken und Konvertern schlagen fehl.

Für die Wahl der passenden Grundierung / Lackierung wurde die Institution Dirk Schucht vom Korrosionsschutzdepot konsultiert. Empfohlen wurde zuerst der Einsatz von Kovermi als Konverter. Vorhandener, auch nicht sichtbarer Rost, wird durch Kovermi in Eisen-Tannin gewandelt und ist damit unschädlich. Nach einer Trockenzeit von 3h für Kovermi können ohne weitere Behandlungen die weiteren Lackschichten folgen. Für die Lackierung wurde Brantho-Korrux 3in1 empfohlen, da hier keine zusätzliche Grundierung erforderlich ist. Brantho-Korrux 3in1 hat einmal getrocknet einen leicht seidenen Glanz, weswegen die Wahl auf Brantho-Korrux Nitrofest fiel. Einmal durchgehärtet kommt der Lack in Ungefähr dem Original gleich.

Für eine möglichst glatte Oberfläche ohne Orangenhaut und Pinselstriche wurde das eh schon sehr dünnflüssige Nitrofest zusätzlich noch um 10% verdünnt. Aufgetragen wurde mit Rolle bzw. Pinsel, da kein Kompressor im Hause ist. Nachdem die 1. Schicht nun fast durchgetrocknet ist, bleibt lediglich eine minimale Orangenhaut zurück. Vor dem Auftragen von weiteren Lackschichten sollte die 1. Schicht vollständig ausgetrocknet sein. Es folgen 2 weitere Schichten, die in kürzen Abständen aufgetragen werden können. Für einen optimalen Schutz ist es insbesondere Wichtig, die Kanten und Übergänge sauber zu streichen und mit Lack zu versorgen.

Spannend hier natürlich die Frage, wie  langfristig die Behandlung anhält und sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Für die Konservierung der Hohlräume der Hecktraverse kommt weiterhin FluidFilm zum Einsatz. Die Innenseiten der Traverse werden weiterhin mit PermaFilm konserviert.

Bilharziose in Südkorsika

Der Reisebericht für unsere Korsika Expedition steht zwar noch aus, dennoch hat mich Kevin heute auf einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt aufmerksam gemacht.

Wer in den letzten Jahren im Süden Korsikas war und dort nahe der Stadt Porto Vecchio im Flüsschen Cavu/Cavo baden war, sollte seinem Hausarzt einen Besuch abstatten. Es besteht die Gefahr eines Bilharziose Infekts …

Hier gehts zum Artikel

Low Battery

low_batSeit dem kurzen Wochenende in Peckfitz beim Wurzelsepp war aufgefallen, das die Kühlbox nicht mehr korrekt rund lief. Immerhin waren es bei bestem Sonnenschein über 30°C+ im Auto, das hatte die Waeco CF 40 bisher auch alles weggesteckt. Also ging es in der Woche Abends mal mit einer Kabeltrommel ins Auto um die Leistungsfähigkeit der Box zu testen. Nach ein wenig Betrieb war trotz Hitze draußen die Box bei -18°C angekommen (!). Also alles gut wie man meinen sollte.

Im Betrieb auf Bordspannung war auffällig, das der Kompressor der Kühlbox nach 30 Sekunden Aktivität sich wieder abschaltete. Auch ein normales Verhalten prinzipiell, aber nicht wenn zwischen Wunsch- und Ist-Temperatur ein noch zu großes Delta herrscht. Bedeutet die Box musste wegen nicht ausreichender Spannung abschalten. Eine Messung während des Betriebs über Bordspannung zeigte, das die Spannung ein paar Sekunden nach anlaufen des Kompressors unter 11V fiel, weshalb der Batteriewächter der Box die Notbremse zog. Ohne angeschlossen Kühlbox waren im Bordnetz jedoch über 12,5+ vorhanden. Und nun ?

Damit muss der 3-Fach Verteiler am Zigarettenanzünder, an dem die Waeco CF 40 betrieben wird, schlichtweg die Spannung verlustig gehen. Zur Probe also die Box direkt am Zigarettenanzünder angeschlossen und siehe da, die Kühlbox rappelt ohne Pause der gewünschten Temperatur entgegen.

Den Verteiler haben wir nun erstmal aus dem Auto entsorgt, denn am Wochenende stand der Besuch des Raggae Jam in Bersenbrück an. Am 1. Tag arbeitete die Kühlbox wie gewünscht, am 2. Tag wollte ich wie immer das Auto für 15min laufen lassen, um die Batterien zu laden. Der Bock zappelte jedoch nur kurz und lies sich nicht mehr starten. Bedeutet die Kühlbox hatte die Batterie leer gezogen :(

Das bedeutet aber auch, das dieser verdammte Verteiler schon immer wahnsinnig viel Spannungsverlust geliefert hatte, denn bis dato war es durchaus möglich, das Auto nach 2 Tagen Standzeit mit Kühlboxbetrieb zu starten. Durch die Verlustleistung des Verteilers fiel die Kühlbox ergo schon viel früher in den Not-Aus-Modus, weswegen die Batterie geschont und das Auto sich starten ließ. Also machten wir an diesem Wochenende Gebrauch von der ADAC Plus Mitgliedschaft, um den Bock wieder zum Laufen zu bekommen …

Nächste Schritte: Batteriewächter überarbeiten und über Doppelbatteriesysteme nachdenken …

Land Rover Experience Tour 2015

LREX DISCONachdem 2011 Bolivien besucht und 2013 die Seidenstraße befahren wurde zieht es die Land Rover Experience Tour in 2015 nach Downunder Australien. Da wir gerne die Canning Stock Route, den Big Red in der Simpson Wüste oder einfach nur ein paar Trails im tropischen Norden von Cape York fahren würden, haben wir uns zur #LREX eingeschrieben.

Die Vorqualifikationen hierzu laufen bundesweit bis Mitte September an verschieden Orten. Die finale Entscheidung über die Teilnahme findet im Mai 2015 im Land Rover Testgelände Wülfrath statt. Mit etwas Glück werden wir vielleicht zur Endausscheidung geladen, denn so wirklich schlecht haben wir uns an diesem Wochenende im Offroadpark Südheide gar nicht angestellt. 4 Tasks waren im Qualifying zu bewältigen: Weiterlesen

Abenteuer Allrad 2014

In diesem Jahr findet die Abenteuer Allrad vom 19.06. bis 22.06.2014 in Bad Kissingen statt. Wir werden der Messe auch wieder einen Besuch abstatten, auch wenn es nicht wirklichen einen akuten Bedarf an Expeditionsausrüstung oder Gimmicks fürs Auto gibt.

Sehenswert in diesem Jahr der Auftritt der neuen Marke Delta Bags, die zusammen mit der Abenteuer Allrad den Vertrieb von Taschen- und Transportsystemen für Fernreisende aufnehmen. Das Verstauungs-Konzept der Taschen ist sehr durchdacht und bietet massig zusätzlichen Stauraum im Defender, ohne dabei die eigentliche Ladefläche einzuschränken. Die Website selbst samt Online Shop ist noch im Aufbau, dafür gibt’s auf dem Delta-Bags Youtube Channel schon eine kleine Vorschau auf die das Produktsortiment.

Die Österreicher Offroad-Hesch hatten vor kurzem avisiert, Ihr Innenausbau System speziell für einen Defender 110 Hardtop zu erweitern. Wir sind gespannt auf Details und Lösungen.

… und natürlich freuen wir uns wieder auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten!

Es ist davon auszugehen, das die Saale in diesem Jahr nicht wieder über die Ufer tritt. In diesem Sinne CU auf der Camp Area !