GORM | BFGoodrich Baja PitStop Event

Anlässlich des Laufes zur German Off Road Masters, kurz GORM, hatte Michelin Deutschland / BFGoodrich nach Oschersleben eingeladen. Austragungsort des Laufes war nicht die Motorsport Arena in Oschersleben selbst, sondern ein Offroad Fahrgelände südlich in der Nähe von Gröningen. Eingeladen waren Partner von BFGoodrich und neben Journalisten auch Blogger wie wir. Die bunte Mischung von Teilnehmern wurde an den 2 Tagen von Armin Schwarz, Rallye Champion und Baja 1000 Teilnehmer, und seiner Crew betreut. Für die Teilnehmer der GORM und des PitStop Events kümmerten sich das Team von Offroad Catering.

Tag 1 – Rallye Luft schnuppern. Gestartet wurde in mehreren Klassen: Prototypen, seriennahe Fahrzeuge, ATV bzw. SidebySide, Quads, Motorräder und LKW. Dabei fuhren die LKW seltsamerweise zusammen mit den Motorrädern und Quads. Der Grund hierfür: Nur die kleinen und schnellen Motorräder sind in der Lage die großen LKW zu überholen. Am Freitag und Samstag wurde aus jeweils 4 Läufen je Gruppe die Gesamtsieger in ihren Klassen ermittelt. Bei der GORM handelt es sich um eine Marathon Veranstaltung. Es geht also nicht um Rundenzeiten sondern um Ausdauer. In den 4 Läufen a 90 Minuten müssen Motor, Fahrwerk, Reifen und nicht zuletzt die Piloten durchhalten. Am ersten sonnigen Wochenende des Jahres mit Temperaturen jenseits der 20 Grad nicht einfach. Auf dem knüppelharten Rundkurs mit 4,2 km Länge kam es so auch zu einigen Ausfällen bei den Teams. An 3 Stationen könnten wir Besucher den Parkour überblicken. Beim Rundgang durch das Fahrerlager wurden unsere Antworten zu den Fahrzeugen von Armin und den Teams beantwortet. Im Team von Armin Schwarz ebenfalls dabei: Detlev Ruf, 5-facher Rallye Dakar Teilnehmer bei den LKW. Sowohl mit ihm als auch mit Armin hätten wir gerne noch mehr Stunden verbracht und ihren Geschichten aus dem Nähkästchen gelauscht …

Tag 2 – Challenge: Am 2. Tag mussten wir nun selber ran. Verschiedenste Challenges rund um den BFGoodrich Reifen waren vorbereitet. Neben Theorie ging es auch mit Fahrzeugen auf die Strecke. Hierbei wurden Tischtennisbälle auf der Motorhaube auf Zeit über den Parkour jongliert. Dabei standen Fahrzeugflotten von Ford (Ranger), Jeep (Cheerokee) und Mercedes Benz (G-Wagen) bereit, die allesamt auf BFGoodrich AllTerrain KO2 daher rollten. Auch ein Reifenwechsel an der Replica eines Baja 1000 Trophy Trucks, den Armin normalerweise durch die Wüste jagt, stand als Challenge auf dem Programm. Mit 90 Kg pro Reifen kein einfaches unterfangen. Bei uns verkeilte der Reifen auf der Radnabe, damit waren unsere Chancen um den Sieg verloren. Ehrgeiz an der Competition war natürlich vorhanden, grundsätzlich ging es jedoch mehr um Spaß am Offroaden.

Zusammengefasst ein spaßiges Wochenende mit netten und neuen Kontakten und vielen neuen Eindrücken. Leider stand kein Land Rover Defender für eine Probefahrt auf den AllTerrain Reifen zu Verfügung. Daher muss der direkt Vergleich mit dem BFG MudTerrain KM2 noch ein wenig warten. Spätestens wenn die derzeitigen Winterreifen verbraucht sind wird auf die KO2 gewechselt.

Bilder:

Reisebericht: Offroad-Abenteuer Polen

Vom Highland Meeting in der Tschechischen Republik ging es Nonstop über Autobahn weiter in Richtung Polen. Montag früh 10:00 startete das Offroad Abenteuer Polen von Abenteuer4x4 weswegen wir nicht trödeln durften.

Von der kernigen 4 tägigen schwarzen Offroad Tour haben wir natürlich auch einen Bericht geschrieben:

Reisebericht Offroad Abenteuer Polen

Ingesamt waren wir 6 Tage in Sachen Offroad unterwegs und haben dabei insgesamt 2100 km im Land Rover Defender abgespult. Von uns aus kann das gerne so weitergehen …

Land Rover Highland Meeting 2016 (CZ)

Nachdem wir in 2015 ordentlich Spaß beim Highland Meeting hatten, konnten wir es uns auch in diesem Jahr nicht verkneifen, dem Meeting einen kurzen Besuch abzustatten. Leider vermasselte der Job mal wieder ein längeres Verweilen und wir konnten der tschechischen Landy Community nur einen Tagesbesuch abstatten.

Das Treffen war wieder familienfreundlich organisiert: Hüpfburg für die Kids, Catering für alle und bei Problemen mit dem Fahrzeug hatte ein freier Landrover Spezialist seine Experten vor Ort. Sagar das Wetter spielte mit und es blieb trocken. Wie versprochen gab es das Roadbook in diesem Jahr in einer englischen Version und wir konnten uns ohne Dolmetscher an die Challenges wagen. Die Aufgaben waren weniger sportlich und es konnten so alle gut gemeistert werden. Für den 1. Platz reichte es dieses mal nicht. Das mochte aber daran liegen das der 2. Roman aus unserer Truppe nicht dabei sein konnte.

Anyway – Spaß hat es trotzdem gemacht und wir bedanken uns bei cestOFFka für die wunderbare Organisation. CU2017

Der Son of Hibachi Grill

Wenns mal nicht gut läuft, muss man halt auch mal ein Wort darüber verlieren.

Im letzten Jahr hatten wir uns den bekannten Son of Hibachi Camping-Grill wegen seiner unbestrittenen Vorteile zugelegt: Er ist klein, kompakt und wegen des Kamineffekts beim anmachen auch unter widrigen Umständen brauchbar. Für 2 Personen genau richtig in der Größe. Nach einigen Einsätzen sah der Grill schon ziemlich abgerockt aus, wichtiger ist und bleibt allerdings die Funktion.

Nach einem Trip wurde der Grill in einer der Zarges Kisten auf dem Defender Dach vergessen. Die Rüttelei bei weiteren Einsätzen sorgte dann dafür, dass die isolierende Soft-Out-Pouch Tasche durch gerieben war und sich aufzulösen begann. Also hatten wir hierfür eine Ersatztasche besorgt. Bereits beim Einpacken des Grill in die neue Tasche brachen die Zipper am Reißverschluss ab. Kulanter Weise schickte uns der Lieferant umgehend und kostenfrei eine neue Tasche. Beim Auspacken der 2. Tasche aus dem Karton fiel uns ein Zipper des Reißverschlusses direkt entgegen. Dieser war also allein durch den Transport im sicheren Karton gebrochen und ebenfalls nicht zu gebrauchen.

Fazit: Schöner Grill, aber für den toughen Offroadeinsatz nicht zu gebrauchen. Neben abgerüttelten Schrauben am Grill selbst ist die Tasche nicht sonderlich haltbar.  Von der minderen Qualität der Reißverschlüsse ganz zu schweigen. Die Order der Ersatztasche wurde storniert und der Rechnungsbetrag erstattet. Wir müssen uns also nach etwas neuem Umsehen, Vorschläge sind willkommen …

Blockaden und Geräusche

Des Rätsels Lösung benötigte mehr als 4 Wochen und über 1000 km an Fahrstrecke.

Eines schönen milden Frühlingsabends auf dem Rückweg von der Arbeit rollten wir langsam an eine rote Ampel, als mit einem heftigen Schlag alle 4 Räder blockierten und die Fuhre unsanft zum stehen kam. Nach dem Schreck erneutes, vorsichtiges Anfahren und überraschender Weise keine Geräusche oder weitere Blockaden. Seltsam. Daheim angekommen folgte der Anruf beim ADAC und die Bitte das Fahrzeug nach Hildesheim zur Werkstatt unseres Vertrauens zu schleppen, irgendetwas musste ja sein.

In der Werkstatt dann Ablassen diverser Flüssigkeiten aus Getrieben und Differentialen sowie endoskopische Untersuchungen – alle ohne Befund. Nach über 250 Testkilometern, mit einmal kurzfristig mit nicht zu lokalisierendem Geräusch, war kein Fehler am Fahrzeug diagnostizierbar. Wir trafen die Entscheidung den Defender wieder abzuholen und normal zu nutzen. Wenn denn etwas defekt wäre würde es sicherlich bald erneut auftreten. Bei der Pendelei zur Arbeit gab es hier und da noch mal einen Schlag, aber keine Blockaden. Wir entschieden sogar das lange Osterwochenende an der Ostsee mit dem Defender zu fahren.

2 Tage nach dem langen Wochenende stellten sich dann unverhofft – aber glücklicherweise – permanente Schläge und Geräusche ein. Es knallte derart heftig, das eigentlich Öllachen und Ritzelteile unter dem Auto erwartet wurden. Aber nichts dergleichen … Eine Diagnose sollte nun also möglich sein und das Fahrzeug ging erneut nach Hildesheim. Beim erneuten Wechsel der Flüssigkeiten konnte das vordere Differential als Übeltäter identifiziert werden.

Wie schon lange geplant sollte in der Vorderachse ein automatisch sperrendes Torsen-Differential von Ashcroft Transmissions verbaut werden, sollte das Original einmal ausfallen. Das ATB sperrt automatisch bei unterschiedlichen Raddrehzahlen an der Achse. Es müssen keine Druckluftleitungen, Kompressoren und Schalter zum Sperren verbaut werden. Zudem sperrt das Differential nur zu 80%, damit ist das Risiko von abgerissenen Homokineten oder abgedrehten Steckachsen und Radmitnehmern minimiert. Für den Hardcore Offroad Einsatz ist eine manuelle 100% Sperre sicherlich besser geeignet aber bleiben wir mal ehrlich: Es ist und bleibt ein Reisedefender, auch wenn wir regelmäßig Herausforderungen im Gelände suchen.

Sahara Desert Adventure 2014

Nach den wunderbaren Eindrücken im letzten Jahr sollte es auch in diesem Jahr über Weihnachten und Sylvester in die Sahara gehen. Wüste Pur mit Ecki runter bis zum See, Star Wars kann man ja eben besser in 3D und Dolby Digital im Kino schauen. So der Plan.

Krankheitsbedingt mussten wir jedoch zuhause bleiben. Dies hat allerdings auch Vorteile, denn nach einem ziemlich stressigen Jahr bleibt nun die Zeit um endlich das Videomaterial vom Desert Adventure 2014 zu schneiden.

Hier der Link zum Reisebericht
Hier der Link zum Youtube Channel

In 2016 sind wir irgendwann wieder Fit und werden einen neuen Anlauf starten. Bis dahin viel Spaß mit dem Clip

Pandoras Büchse 2

Nach ca 1500 km heute erneuter Stop in der Werkstatt unseres Vertrauens. Zur Erinnerung: Beim Wechsel der Kupferdichtungen an den Einspritzdüsen waren Ablagerungen am Kipphebel und der Nockenwelle aufgefallen (Link).

Nun Entwarnung: Ablagerungen waren so gut wie nicht mehr vorhanden. Es muss also davon ausgegangen werden, das die Chrom Beschichtung des Kipphebels defekt war und zu den Ablagerungen geführt hat. Der neue Kipphebel selbst ist Top und die Ablagerungen an der Nockenwelle sind nun so gut wie nicht mehr fühlbar. Es besteht vorerst also kein Anlass eine weitere kosten-spielige Sanierung.

Landrover Fahrsicherheitstraining

Nach wie vor ist uns allen ja kein Berg zu steil, kein Loch zu tief und für das was nicht geht, gibts schließlich Winden, Bergegurte, Sandbleche uns sonstiges Zubehör. Mehr oder weniger regelmäßig wird sich in Fahrgeländen getroffen, um das Offroad fahren zu trainieren bzw. das Equipment auszuprobieren. Viele sind im Defender täglich unterwegs. Andere legen für ein Abenteuer auf Island oder eine Expedition in den Karpaten etliche tausende Kilometer auf normalen Autobahnen und Straßen zurück. Wie verhält sich ein Defender denn nun bei Nässe und rutschigen Untergründen? Hat der permanente Allradantrieb nun ein Übersteuern oder Untersteuern zu Konsequenz? Wie verhalten sich die unkaputtbaren Mud Terrain Stollenreifen bei Nässe? Wie viele Sorgen muss man sich denn nun wirklich wegen des hohen Schwerpunkts machen? Wo ist überhaupt der Grenzbereich bei dem Auto? Wie kündigt er sich an und was passiert wenn mein einmal darüber hinaus ist? All diese Fragen führten zu der Idee, mit dem Land Rover Defender an einem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen.

Wer wollte uns denn nun mit unseren Opferanoden überhaupt haben? Idealerweise bot sich für uns der ADAC an, der in Hannover Laatzen ein 17ha großes Fahrgelände betreibt. Auf dem Gelände sind diverese „Module“ vorhanden, in denen bestimmte Gefahren- und/oder Alltagssituationen simuliert werden können. Sogar ein kleiner Offroadparkour ist vorhanden. Im Programm des Fahrsicherichtszentrums Hannover sind diverse Trainings enthalten. Auf unsere Anfrage hin erhielten wir ein positives Feedback vom ADAC. Scheinbar war man gespannt auf eine Teilnehmergruppe dediziert bestehend aus den britischen Offroad Ikonen. Nach etwas Beratung entschieden uns für ein ganztägiges PKW-Intensiv-Seminar. Damit sollten wir beinahe jede Alltagssituation einmal simulieren können. Kostentechnisch lag das Seminar bei EUR 187 im Gruppentarif pro Fahrer mit Defender, inklusive eines Mittagessens. Aus der Stammtisch Gruppe heraus wurde der 14.11. als Termin für die Veranstaltung gewählt. Die maximal 12 möglichen Teilnehmer wurde aus dem Bekannten- und Freundeskreis der Teilnehmer gefüllt.

Wie ist die Veranstaltung nun gelaufen? Nach einen kleiner Vorstellungsrunde und Vorstellung des FSZ Hannover selbst wurden Funkgeräte verteilt und es ging auf das Gelände. Zunächst wedelten wir Slalom um ein paar Kunstoffhütchen. Dabei haben einige herausgefunden, das die Sitzposition im Auto noch nicht optimal eingestellt war. A-typisch für einen Defender waren schnelle Richtungswechsel und schnelle Reaktionen gefragt. Aufrechtes Sitzen hilft hier sehr viel. Anschließend wurde Bremsen geübt. Ja wirklich geübt. Es ging darum den maximalen Bremsweg insgesamt des eigenen Fahrzeuges zu erkennen. Nachdem dann bei den Teilnehmern auch alle Bedenken „voll in die Eisen zu steigen“ genommen waren, ging es den Rest des Tages in das Training von Alltagsituationen wie „Bremsen und Ausweichen vor plötzlich auftretenden Hindernissen“ , „Abfangen des Fahrzeuges bei Untersteuern in Kurven“, „Grenzbereich auf Kreisbahn“ finden oder „Bremsen und ausweichen auf rutschigen Untergründen“.

Fazit: Wir hatten einen Heidenspaß! Auch Ansätze von dynamischen Fahrmannövern sind mit einem Defender ohne weiteres möglich und machen sogar Spaß. Erkenntnisse:

  • Eine optimale Sitzposition ist wichtig um in Gefahrensituationen optimal reagieren zu können.
  • Zumindest bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h unterscheidet sich der Bremsweg des Defenders nicht wirklich von anderen Fahrzeugen.
  • Untersteuern kündigt sich auf der Vorderachse an, bevor er über beide Achsen weiter ins Kurvenäußere schiebt.
  • Wie erwartet sind grobstollige MT Reifen im Handling schlechter. Allerdings sind Unterschiede nur auf rutschigen Untergründen eklatant
  • Der Defender schlägt sich auf Winterreifen ordentlich
  • uvm …

Ebenfalls eine Erkenntnis: Trotz der hohen Schwerpunkte der Defender gab es keine brenzligen Situationen beim Training. Auch wenn ein rutschendes Auto einmal wieder Grip über die Reifen erzeugen konnte, sind die Aufbauten nicht wesentlich ins Wanken gekommen. Insofern konnten die Erfahrungen im Anschluss an das Training die Bedenken der Teilnehmer verringern. Auch diejenigen die vorab meinten bereits Fahren zu können, haben etwas mitnehmen können.

Es lohnt sich also, neben einem Offroad-Fahrtraining auch einmal ein normales Fahrsicherheitstraining zu absolvieren. Hier kann jeder etwa mitnehmen.

Die Büchse der Pandora

Kilometerstand 217.000 … läuft soweit. Bis hier und da im kalten Zustand mal Ansätze eines Turbolochs und dazu auch noch mal ein Ruckler unter Volllast. So langsam beginnen die Wehwehchen des Alters.

Was also gibt es wegen eben beschriebener Symptomatik beim TD5 Motor zu tun? Die üblichen Verdächtigen prüfen: Zuerst einmal Öl im Kabelbaum. Alles gut, der ist Trocken. Des weiteren der Luftmassensensor: Ebenfalls perfekt, er liefert normale Werte. Der nächste Punkt: Wastegate-Ventil am Turbo klemmt. Auch hier keine mechanischer Widerstand am Gestänge, es bewegt sich frei wie am ersten Tag.

Kommen wir also zu anderen Dingen, die irgendwann im Leben eines TD5 Motors egal ob 10P oder 15P gewartet werden müssen. Kupfer- und O-Ringe an den Einspritzdüsen. Beide Teile ERR7004 und ERR6417 sind zusammen ca. EUR 30 für alle 5 Düsen zu haben. Dazu vielleicht 2h Arbeit um den Deckel abzunehmen und die Teile auszutauschen … Macht das mal bitte, denn die Symptome sind damit auch erklärbar.

Die Kupferdichtungen unter den Einspritzdüsen waren „kurz-vor-durch“, die Wartung somit also Just in Time. Nicht so schön: An Zylinder 4 Einlaufspuren an der Nockenwelle und korrespondierendem Kipphebel. Pandoras Büchse ist somit geöffnet.

Ist nun lediglich die Beschichtung am Kipphebel beschädigt oder ist es die der Nockenwelle  oder sogar beides? Erstmal einen gebrauchten Kipphebel montiert und wieder zusammengebaut. Nun fahren wir eine Tankfüllung und prüfen dann, was genau getauscht werden muss. Das gute an der Sache: oben vom Motor wird das Motoröl direkt zurück in die Wanne geführt. Der Abrieb sollte also keine weiteren Schäden hervorgerufen haben und hängt hoffentlich am Magneten der Ablassschraube. Neues Motoröl und einen Satz neuer Filter gibt es dann beim nächsten Service also auch.

LRONLY2015

Verspäteter Blogeintrag #2 in diesem Jahr: LRONLY Meeting 2015 in Drawsko Pomorskie, Polen.

Im Juli 2015 fand das 6. Landrover Treffen LRONLY auf Europas größtem Truppenübungsplatz bei Drawsko Pomorskie statt. Wir hatten in der Vergangenheit davon bereits Wind bekommen und wollten unbedingt daran teilnehmen.

Der Job verhinderte leider bei allen eine rechtzeitige Abfahrt in Richtung Drawsko. Zudem besteht seit einiger Zeit auch auf polnischen Autobahnen Mautpflicht. In der nordwestlichen Ecke Polens um Stettin trifft dies zwar nur für wenige Kilometer zu, aber die Betreiber der Mautanlagen dort bestehen auf elektronische Transponder. Für diesen mehr oder wenigen einmaligen Besuch waren wir nicht gewillt ein solches Gerät zu beschaffen. Also umfuhren wir das Gebiet großräumig. Irgendwann kurz nach Mitternacht trafen wir auf dem Gelände ein, hellwach von den vielen Wildwechseln auf den letzten Kilometern. Das Zelt war schnell aufgebaut und irgendwann traf dann auch Andreas mit seinem Defender auf dem Gelände ein. Nachdem wir sein Trailerzelt aufgebaut hatten fielen alle totmüde gegen 02:00 morgens ins Bett.

Am Samstag morgen checkten wir uns nach 0.5l doppeltem Espresso zunächst bei der Veranstaltung ein. Während wir Aufkleber, Lanyard und T-Shirt von der Veranstaltung erhielten, begann auf der großen Bühne auch schon das Fahrer-Briefing. Wir sammelten das Roadbook pro Fahrzeug ein und machten uns so gleich auf den Weg. Frühstücken wollten wir dann irgendwo auf der Strecke.

Das Roadbook war ordentlich mit Wegpunkten gefüllt.  An schwierigen Hindernissen war jeweils eine „Sport“ Weg und die Umfahrung für Touristen beschrieben. Da wir uns gleich zu Anfang auf die Strecke begaben, war an diesen Wasserlöchern ein entsprechend großer Andrang. Wir hatten somit genügend Zeit uns zu orientieren und die Sport Strecken zu scouten. Im großen und Ganzen konnten wir die Wasserlöcher mit entsprechend  Umsicht durchfahren, ohne den Dampfer zu versenken.

Die Veranstaltung war insgesamt sehr gut durchorganisiert und muss sich bei weitem nicht hinter den bekannten nationalen Events verstecken. Neben den aufwändig ausgearbeiteten Roadbooks war für leibliches Wohl gesorgt. Am Abend sorgten Live Bands für entsprechendes Entertainment.

Auch in Polen weiss man ordentliche Overland Vehikel aufzubauen, auch wenn hier eindeutig eine Tendenz in Richtung Discovery 2 zu erkennen ist. Die Vielzahl an Aufklebern auf den Fahrzeugen lässt vermuten, das Fahrzeug und Fahrer viele Geschichten von etlichen Fernreisen zu erzählen hatten. Was nicht in Englisch oder Deutsch möglich war, konnte immerhin mit Händen und oder Füßen deutlich gemacht werden.

Nach ordentlichen 60 Roadbook Kilometern trafen wir am Samstagabend wieder im Basecamp ein. Die Veranstaltung startet am Donnerstag und bietet an jedem Tag ein unterschiedliches Roadbook. Für 2016 steht also definitiv ein Besuch der kompletten Veranstaltung an, denn das Gelände um Drawsko Pomorskie im polnischen Outback sucht seinesgleichen. Die Website der Veranstaltung, www.lronly.pl, ist derzeit nicht erreichbar, wir hoffen jedoch das im nächsten Jahr die 7. Auflage dieser Veranstaltung geben wird.

Nach einem ordentlichen Frühstück machten wir uns am Sonntag zurück auf den langweiligen Heimweg über die Autobahnen. Nach einigen Kilometern Asphalt wurde sehr schnell klar, das die Längslenker Buchsen am Defender von Andreas durch das harte Terrain am Wochenende vollkommen ausgeschlagen waren. Die 600+ KM nach Prag mit dem Penman am Natohaken waren somit alles andere als einfach. Zudem war es auch mehr oder weniger grob Fahrlässig, eine solche Strecke mit dem schlingernden Gespann anzugehen. Wir riefen also bei Holger von Erlebnis-Offroad in Berlin an und fragten ob wir die Ersatzteile an einem Sonntag aus dem Lager holen konnten. Dankenswerterweise erklärte sich Holger bereit die Teile und , da er eh vor Ort war, seine Werkstatt zur Reparatur zur Verfügung zu stellen. Schön wenn das Netzwerk funktioniert.